Sport

Nach Salzburg soll auch Thun daran glauben

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:35

Die Vorzeichen auf den ersten Sieg von Rapid in der laufenden Fußball-Europa-League scheinen äußerst günstig zu stehen. Dank des 2:1 über Salzburg strotzen die Hütteldorfer vor dem Duell mit dem FC Thun am Donnerstag (ab 18.30 Uhr im Live-Ticker) im Happel-Stadion vor Selbstvertrauen, während der Gegner aus der Schweiz ein 1:4 am Samstag beim FC Basel zu verdauen hat.

strotzen die Hütteldorfer vor dem Duell mit dem FC Thun am Donnerstag (ab 18.30 Uhr im Live-Ticker) im Happel-Stadion vor Selbstvertrauen, während der Gegner aus der Schweiz ein 1:4 am Samstag beim FC Basel zu verdauen hat.

in der ersten Begegnung ist gesperrt) sowie Roland Bättig, David Frey, Nicolas Schindelholz und Sekou Sanogo (alle verletzt) gleich fünf Spieler. Bei Rapid hingegen sind mit Ausnahme des im Aufbautraining befindlichen Deni Alar und Stephan Palla (Muskelverletzung) alle Mann an Bord - kein Wunder also, dass Terrence Boyd mit einem Sieg gegen den Schweizer Tabellensechsten spekuliert. "Wir sind jetzt besser drauf als beim 0:1 im September und haben uns gegen große Gegner behauptet. Wir sind gut in Form und topmotiviert", erklärte der Goalgetter.

Hoffen auf starkes Genk

Im Falle eines Erfolges gegen Thun darf Rapid auf ein Entscheidungsspiel am 12. Dezember auswärts gegen Dynamo Kiew (Aleksandar Dragovic) hoffen. "So ein Endspiel hätten wir uns verdient, wenn man sich unsere Leistungen in den letzten Partien anschaut", betonte Boyd.

Allerdings würden Rapid im Kampf um den Aufstieg ins Sechzehntelfinale sogar Siege gegen Thun und Kiew nichts nützen, wenn Dynamo am Donnerstag in Genk gewinnt und die Belgier in der letzten Runde in Thun punkten. "Es ist hart, wenn man auf Schützenhilfe angewiesen ist. Doch wir dürfen sowieso nicht rechnen, sondern müssen erst einmal gegen Thun gewinnen", warnte Boyd.

Sollte es im Endeffekt nicht für den Aufstieg reichen, wäre dies auch auf die Niederlage in Thun zurückzuführen. "Dieses 0:1 war unnötig, aber auch ein Teil unseres Lernprozesses. Seither haben wir gezeigt, dass wir dazugelernt haben", meinte der US-Amerikaner.

Boyd hat seinen Platz gefunden

Auch Boyd selbst legte in den vergangenen Wochen eine Steigerung hin und schaffte endgültig den Sprung zum Stammspieler. "Ich übe meine Rolle als Mittelstürmer vernünftig aus, kämpfe für die Mannschaft, arbeite hart und trainiere hart. Und ich bin dankbar für jedes Spiel, das ich von Anfang an spiele."

Sein Trainer Zoran Barisic setzt eigentlich auf ein variables Offensivspiel mit vielen Rochaden von schnellen und technisch versierten Kickern. Boyd lieferte dazu aber in den vergangenen Wochen mit seiner Robustheit und Strafraum-Präsenz eine optimale Ergänzung. "Mir kommt bei unserer variablen Spielweise zugute, dass ich so viele großartige Talente um mich habe. Wenn sich unsere wilde Bande durchkombiniert, braucht sie auch einen, der vollstreckt", sagte der 22-Jährige.

Derby-Tor überstrahlt alles

Diese Goalgetter-Qualitäten bewies Boyd zuletzt beim mit seinem Doppelpack. "Ein super Gefühl. Aber das Tor zum Derbysieg gegen die Austria war fast noch toller, weil es um so viel Prestige gegangen ist."

Generell bevorzugt Boyd jedoch Auftritte in der Europa League. "Das ist einfach ein ganz anderer Fußball und gibt einen besonderen Kick. Wir müssen es aber schaffen, dass wir auch in jedes Bundesliga-Match so reingehen, als ob es ein Europa-League-Spiel wäre."

APA

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