Sport

Nach "Scheißrennen" fordert ÖSV neue Regeln

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:12

Der aus ÖSV-Sicht unfaire Weltcup-Auftakt in Sölden ruft Sportdirektor Hans Pum auf den Plan. Er fordert, dass in Zukunft ein Rennen nach dem ersten Durchgang abgebrochen und trotzdem gewertet werden kann.

Die Weltcup-Saison der Herren ist gerade einmal ein Rennen alt und fast 40 stehen noch auf dem Programm. Dennoch gehen beim ÖSV die Emotionen hoch. Grund ist der Riesentorlauf der Herren am Samstag, der nach Meinung einiger österreichischer Skigrößen völlig unfair und irregulär war.

Schörghofer stark frustiert

). Genauso gut hätte er auch dem Loszettel, der ihm die Startnummer eins brachte die Schuld geben können. Er bekam nämlich am eigenen Leibe zu spüren, dass Skifahren ein alpiner Freiluftsport ist und konnte sich nach einer schlechten Fahrt nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren.

Als er losfuhr, hang Nebel über dem Rettenbachferner und weil es über Nacht in den Alpen geschneit hatte (!) lag doch tatsächlich eine Schicht Neuschnee auf der Piste. Deshalb forderte der frustrierte Salzburger, der meinte, er habe den Schneepflug für alle gespielt, dass man das Rennen um eine halbe Stunde später starten hätte sollen.

Schörghofer ein schlechter Verlierer?

Das seine Argumentation nur eigennützig war, zeigte das Rennergebnis. Sieger Ted Ligety hatte die Startnummer fünf und ebenso schlechte Bedingungen. Hannes Reichelt wurde mit Startnummer drei Sechster. Hingegen fielen die Überraschungsmänner aus dem ersten Lauf wie der Halbzeitführende Thomas Fanara, die bessere Zeiten fuhren als sich die Wetterlage besserte, im zweiten Lauf zurück. Da herrschten für alle gleich schlechte Bedingungen und am Ende standen jene oben, die eben in dieser Disziplin zur Weltspitze zählen.

Dennoch stärkt der ÖSV Wetter-Pechvogel Schörghofer den Rücken und schließt sich seinen Klageworten an. Sogar Marcel Hirscher, der für sich selbst das Wetter nicht als Ausrede gebrauchte, meinte über die Bedingungen bei Schörghofers Fahrt: "Das war inakzeptabel und eine bodenlose Frechheit."

Regeländerung?

Jetzt sollen sogar die Regeln geändert werden. ÖSV-Sportdirektor Hans Pum fordert, dass es möglich sein muss, ein Rennen nach dem ersten Durchgang abzubrechen und trotzdem die vollen Weltcup-Punkte zu vergeben. Diese Regel gibt es beispielsweise auch beim Skispringen. Für die FIS ist dies aber bislang kein Thema.

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