Emotionaler Moment beim ATP-Turnier in Athen: Nach seinem Achtelfinal-Sieg über den Chilenen Alejandro Tabilo konnte Novak Djokovic seine Tränen nicht mehr zurückhalten. Als der serbische Superstar auf seinen verstorbenen Mentor Nikola Pilic angesprochen wurde, brach er in Rührung aus.
Auf der Leinwand wurde ein Video zu Ehren von Pilic gezeigt – für Djokovic ein sehr persönlicher Moment. "Pilic war mehr als ein Mentor und Trainer für mich. Er war Teil meiner Familie – für mich und meine Brüder. Er hat uns so sehr geholfen", sagte der 37-Jährige sichtlich bewegt.
Pilic, eine der großen Persönlichkeiten des europäischen Tennis, war Ende September im Alter von 86 Jahren in seiner Heimat Opatija gestorben.
Der Kroate gewann 1970 im Doppel mit Pierre Barthes die US Open, erreichte 1973 das Finale der French Open und schrieb danach als Trainer Geschichte: 16 Jahre lang war Pilic Teamchef des deutschen Davis-Cup-Teams, mit dem er gemeinsam mit Boris Becker drei Titel holte. 2005 führte er Kroatien zum Davis-Cup-Sieg, 2010 stand er als Berater beim Triumph Serbiens an der Seite von Djokovic.
"Ohne ihn wäre ich definitiv nicht der, der ich heute bin", betonte Djokovic mit tränenerstickter Stimme.