Trotz Promi-Werbung

Teleshopping-Aus – Schmuckdesignerin der Stars pleite

Der plötzliche Wegfall der Hauptvertriebskanäle führte nun zu der bitteren Pleite von "Gabriele Iazzetta". Der Betrieb soll aber weiterlaufen.
Wien Heute
02.01.2026, 05:30
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Gabriele Iazzetta ist eine österreichische Schmuckdesignerin und Unternehmerin aus Wien, die für ihren spirituell geprägten Schmuck bekannt ist, der Energie und Wirkung haben soll. Iazzetta war auch lange Jahre Verlegerin des beliebten Astronomie-Magazins "Star Observer". Als sie für einen Artikel recherchierte, wie man auf spirituelle Art reich werden kann, lernte sie eine Feng-Shui-Meisterin kennen, die ihr Leben veränderte.

Wienerin erfand sich nach Scheidung neu

Die gebürtige Wienerin verbindet Kunst, Design und Spiritualität, um Schmuck zu kreieren, der nicht nur schmücken, sondern auch den Träger mental stärken soll. "Im Feng-Shui wird das Tragen eines geschlossenen Ringes ohne Stein am Mittelfinger empfohlen, damit das Geld nicht 'durch die Finger rinnt', sondern aufgehalten und gebündelt wird", verriet sie "Heute" bereits 2023. "Mein Ehering hatte einen Brillanten, deshalb bin ich auch geschieden", so Iazzetta damals. Denn nach dem Ende ihrer 16-jährigen Ehe musste sich die Geschäftsfrau neu erfinden – "auch finanziell", wie sie gegenüber "Heute" betonte.

Kooperation mit "Playmate des Jahrhunderts"

Richtig ins Rollen brachte das Schmuckgeschäft die deutsche Fußballer-Gattin Claudia Effenberg, die die Kreationen der Wienerin trug. Über die Jahre arbeitete Iazzetta auch mit dem bekannten Model und "Playmate des Jahrhunderts" Gitta Saxx zusammen. Zuletzt warb Moderatorin Sasa Schwarzjirg für das Geschmeide der Wienerin.

Nun musste die Wiener SH Schmuckhandel GmbH, bekannt durch ihre Marke "Gabriele Iazzetta", Insolvenz anmelden. Wie Creditreform berichtet, wurde am Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Grund für die Pleite: der plötzliche Wegfall der Hauptvertriebskanäle im Teleshopping.

„Die Insolvenz ist auf den Wegfall der wesentlichen Teleshopping-Vertriebskanäle zurückzuführen“
Iris ScharitzerÖsterreichischer Verband Creditreform

"Die Insolvenz ist auf den Wegfall der wesentlichen Teleshopping-Vertriebskanäle zurückzuführen", so Iris Scharitzer vom Österreichischen Verband Creditreform. Mit der Einstellung der Verkaufsschienen bei Channel 21 und AstroTV brachen die Umsätze massiv ein. Auch Versuche, alternative Vertriebskanäle zu etablieren und Kosten zu senken, konnten die Verluste nicht auffangen.

Die Passiva betragen 513.758,17 Euro, die Aktiva (Fortführungswerte) rund 188.000 Euro. Von der Pleite sind rund 20 Gläubiger sowie ein Dienstnehmer betroffen.

Betrieb wird fortgeführt

Der Betrieb der GmbH läuft aktuell weiter. Rechtsanwältin Denise Rohringer wurde zur Insolvenzverwalterin bestellt. Gläubiger haben bis 10. Februar 2026 Zeit, ihre Forderungen über Creditreform anzumelden. Laut Creditreform wird den Gläubigern ein Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent angeboten – zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme und Rechtskraft.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 02.01.2026, 10:31, 02.01.2026, 05:30
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