Nach Terror: Dortmund-Pleite gegen AS Monaco

Nach dem Terroranschlag am Dienstag verlor Borussia Dortmund das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Monaco mit 2:3.

Borussia Dortmund steckte der Schock tief in den Knochen. Der Klub wirkte im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen AS Monaco völlig verunsichert - kein Wunder. Am Dienstagabend hatte ein Bombenattentat auf den Spieler-Bus die Welt erschüttert.

Das Spiel wurde verschoben, bereits einen Tag später nachgeholt. Der BVB wollte ein Zeichen setzen, sich seine "Termine nicht von Terroristen diktieren lassen", wie es Boss Hans-Joachim Watzke vor dem Anpfiff bei Sky erläuterte.

BVB: Ängstliche erste Hälfte

Die Profis des BVB traten aber - völlig verständlich - mit merkbar wackeligen Knien an. In der ersten Halbzeit kamen Pierre-Emerick Aubameyang und Shinji Kagawa zu guten Einschuss-Möglichkeiten im Strafraum der Monegassen, vergaben aber kläglich. Auf der Gegenseite landete der Ball hingegen gleich doppelt in den Maschen.

Bezeichnenderweise fiel das 1:0 durch Kylian Mbappé aus einer Abseitsposition, das 2:0 besorgte Lars Bender in Form eines Eigentores. Auch das zweite Tor hätte nicht zählen dürfen, Radamel Falcao stieg Bender vor dem Kopfball ins eigene Tor auf die Ferse und brachte ihn so aus dem Tritt.

Zuvor hatte Fabinho vom Elfmeterpunkt die Chance auf das 1:0 ausgelassen. Sein Strafstoß strich am Tor von Roman Bürki vorbei.

Dortmund wie ausgewechselt

Trainer Thomas Tuchel reagierte zur Halbzeit, versuchte alles, um sich doch noch eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in Monaco zu sichern. Mit Nuri Sahin und Christian Pulisic kamen neue Kräfte und mit ihnen frischer Wind ins Spiel.

Plötzlich hatte Dortmund die Angst abgestreift. Die Gedanken an die schrecklichen Ereignisse des Vorabends schienen aus den Köpfen verschwunden zu sein. Das drohende Aus in der Champions League motivierte die Hausherren zu Sturmläufen auf das gegnerische Tor.

In Minute 57 fruchteten die Offensiv-Bemühungen im Anschlusstreffer durch Ousmane Dembele. Auch in weiterer Folge blieben die Schwarz-Gelben das aktivere Team. Der Ausgleich war den Dortmundern aber nicht gegönnt. Stattdessen schlug die brandgefährliche Konter-Mannschaft Monaco zu. Mbappe nützte einen individuellen Fehler zum 3:1.

Ans Aufgeben dachte beim BVB aber niemand. Kagawa verkürzte wieder auf 2:3. Damit wahrte man die Chance auf den Halbfinal-Aufstieg. Im Rückspiel ist Monaco dank dreier Auswärtstore aber in der Favoritenrolle. (SeK)

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