"Gerechtigkeit für Volk"

Nach Tod des Führers! Iran droht mit WM-Rückzug

Sport Heute
01.03.2026, 16:19
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Die Lage im Nahen Osten droht zu eskalieren – und die Folgen sind auch in der Fußball-Welt spürbar. Die USA und Israel töteten am Samstag bei einem gemeinsamen Militär-Schlag Irans obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei. Und das hat nicht nur politische Auswirkungen: Das Land im Mittleren Osten droht offen damit, sich aus der Weltmeisterschaft im Sommer 2026 in den USA, Kanada und Mexiko zurückzuziehen.

Duell mit USA auch auf dem Platz

Mehdi Taj, Präsident des iranischen Fußballverbandes, äußerte im TV-Sender "Tehran" massive Zweifel an einer WM-Teilnahme. "Angesichts der heutigen Ereignisse und des Angriffs der Vereinigten Staaten ist es unwahrscheinlich, dass wir uns auf die Weltmeisterschaft freuen können", sagte Taj laut der spanischen "Marca". Die endgültige Entscheidung liege jedoch bei den Sportverantwortlichen.

Brisant: Sollte der Iran antreten, könnte es am 3. Juli in Dallas ausgerechnet zum Duell mit den USA kommen – vorausgesetzt, beide Teams werden Gruppenzweiter. In nur 107 Tagen steht für den Iran das erste Gruppenspiel gegen Neuseeland im SoFi Stadium in Los Angeles an. Danach warten Belgien (Los Angeles) und Ägypten (Seattle).

FIFA unter Druck

Hinter den Kulissen herrscht Alarmstufe Rot. Die FIFA-Spitze ringt mit den möglichen Folgen der Eskalation – nur wenige Monate vor Turnierstart in den USA, Kanada und Mexiko. FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström erklärte bei einer IFAB-Sitzung in Wales: "Ich habe die Nachrichten heute Morgen genauso gelesen wie Sie." Es sei "verfrüht", Details zu kommentieren. Man beobachte die Entwicklungen weltweit genau. Ziel bleibe eine "sichere Weltmeisterschaft mit allen Teilnehmern".

Der Iran war in Gruppe G gelost worden. Als Teamquartier war der Kino Sports Complex in Tucson (Arizona) geplant – doch auch diese Pläne stehen nun auf der Kippe.

US-Präsident verkündet Tod

Am Samstagmorgen hatte Trump auf seiner Plattform "Truth Social" den Tod Khameneis verkündet. "Khamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot", schrieb er. Es sei "nicht nur Gerechtigkeit für das iranische Volk", sondern für alle Opfer weltweit. Zugleich sprach er von der "größten Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern".

Auslöser der Intervention dürften gescheiterte Atomverhandlungen zwischen Washington und Teheran gewesen sein. Die Gespräche sollten Irans Atomprogramm eindämmen – im Gegenzug für eine Lockerung der seit Jahren lähmenden Sanktionen. Doch die Verhandlungen platzten. Kritik kam umgehend von US-Demokraten: Ex-Präsident Donald Trump habe ohne Zustimmung des Kongresses gehandelt. Das Weiße Haus konterte – Sprecherin Karoline Leavitt betonte, man habe führende Republikaner und Demokraten vorab informiert.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 01.03.2026, 16:22, 01.03.2026, 16:19
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