Sport

Nach Torspektakel: "Rapid hat uns alles abverlangt"

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:43

Nach den spielerischen hat Red Bull Salzburg auch kämpferische Qualitäten unter Beweis gestellt. Das 6:3 am Sonntag gegen Rapid war eines der sehenswerteren Spiele der jüngeren Vergangenheit in der Fußball-Bundesliga. 13 Pflichtspiele in Folge haben die Bullen mittlerweile gewonnen. Sie scheinen für die Herausforderungen der kommenden Wochen gerüstet.

war eines der sehenswerteren Spiele der jüngeren Vergangenheit in der Fußball-Bundesliga. 13 Pflichtspiele in Folge haben die Bullen mittlerweile gewonnen. Sie scheinen für die Herausforderungen der kommenden Wochen gerüstet.

Gegen Rapid mussten die Salzburger deutlich mehr zittern als etwa in der Europa League gegen Ajax Amsterdam (3:0 und 3:1). Das war auch dem ambitionierten Auftritt der Hütteldorfer geschuldet. "Wir haben weit vorne attackiert. Wir waren nicht wie das Kaninchen vor der Schlange", strich Rapid-Trainer Zoran Barisic die Unterschiede zu den Niederländern hervor.

Tatsächlich kassierte Salzburg erstmals seit mehr als einem Jahr zu Hause drei Gegentore. "Rapid hat uns alles abverlangt. Es war eine absolute Schlacht", gestand Salzburg-Trainer Roger Schmidt. "Wir haben uns gegen sie immer extrem schwergetan." Diesmal war es auch ein Sieg des Willens, war der Rekordmeister doch das einzige Team, gegen das der überlegene Tabellenführer in der laufenden Spielzeit noch nicht gewonnen hatte.

"Wir wären nicht so erfolgreich, wenn wir nicht auch kämpfen könnten", betonte Schmidt. "Es war wieder ein Schritt nach vorne für die Mannschaft." Bemerkenswert sei vor allem, wie sein Team trotz der Doppelbelastung der vergangenen Wochen im Finish noch zulegen konnte. Im März warten noch sieben weitere Spiele, darunter die Europa-League-Achtelfinali gegen den FC Basel (13. und 20. März).

Zahlreiche Salzburger bei Nationalteams

Linksverteidiger Andreas Ulmer fällt dafür mit einem Bruch des Wadenbeinköpfchens aus. Sein Ersatzmann Dusan Svento machte aber eine sehr gute Figur. In der Vorbereitung auf Basel fehlen Schmidt diese Woche allerdings zahlreiche Spieler, die bei ihren Nationalteams weilen. "Es ist keine richtige Trainingswoche, aber wir haben das auch im Herbst gut hinbekommen", erinnerte der Salzburg-Trainer.

Kommenden Samstag strebt sein Team in Ried den zehnten Ligasieg in Serie an. "Es läuft einfach bei uns", erklärte Mittelfeldspieler Stefan Ilsanker, der seinen Vertrag in der Vorwoche bis 2018 verlängert hatte. "Wenn wir im Kollektiv weiter so stark bleiben, können wir jeden Gegner schlagen", ergänzte Svento. Auch den FC Basel. Svento: "Wir denken jetzt trotzdem von Spiel zu Spiel."

Hinter Salzburg wird es eng

Für Rapid geht es darum, am Sonntag bei Schlusslicht Wacker Innsbruck auf die Siegerstraße zurückzufinden. Von ihren vergangenen acht Ligaspielen haben die Grün-Weißen nur ein einziges gewonnen: das Derby zum Frühjahrsstart gegen die Austria (3:1). Der Vorsprung auf den Stadtrivalen ist mittlerweile aber wieder dahin.

Elf Runden vor Schluss liegt Rapid gleichauf mit der Austria auf Rang drei. Auch der Fünfte Ried ist punktegleich, auf den Zweiten Grödig fehlen dem Trio jeweils vier Zähler. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", beruhigte Barisic im Hinblick auf das Rennen um die Europacupplätze. "Wir wollen in den internationalen Bewerb und sind noch auf Schiene."

Petsos: "Wir können uns nichts vorwerfen"

Seine Spieler trauerten allerdings einer vergebenen Chance nach. "Es war ein Spektakel, nur können wir uns davon nichts kaufen", sagte Marcel Sabitzer. "Man muss anerkennen, dass Salzburg ein anderes Level hat", meinte Stürmer Terrence Boyd. Und Mittelfeldspieler Thanos Petsos meinte nach einem sehenswerten Treffer: "Wir können uns nichts vorwerfen. Wir haben diese Bullen seit langem wieder einmal voll gefordert."

APA

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