Große Aufregung in der Formel 1! Beim Rennen in Austin eroberte Red-Bull-Pilot Max Verstappen in der drittletzten Kurve Platz drei von Ferrari-Star Kimi Räikkönen. Doch ein Regelhüter ließ den Jubel des Niederländers rasch verstummen. Noch vor der Siegerehrung verhängte Mika Salo eine Zeitstrafe, weil Verstappen die Strecke mit allen vier Reifen verlassen hatte – Stockerlplatz futsch. Nun bangt der finnische Steward um sein Leben, weil er Morddrohungen erhält.
Anfeindungen im Netz
"Die meisten Drohungen kommen aus den Niederlanden", berichtet Salo. Der Ex-Formel-1-Pilot fordert: "Das sollte nicht toleriert werden." Auch auf Wikipedia wurde Salo übel angefeindet. Unmittelbar nach dem Rennen wurde sein Eintrag geändert. "Salo ist als unabhängiger Rennkommissar von Ferrari bezahlt worden, damit Ferrari wieder Weltmeister wird", stand da zu lesen. Das haben die niederländischen Fans "verletzt" und dafür gesorgt, dass sie "wie die Kinder weinten."
Verstappen wütend
Diesen Streich nahm Salo allerdings gelassen. "Das war ja noch ein lustiger Scherz", meinte er. Wenig später war der ursprüngliche und korrekte Wikipedia-Eintrag wiederhergestellt. Weniger erfreut war der Steward über die Äußerungen von Verstappen im niederländischen Fernsehen. Da bezeichnete ihn der "Bullen"-Pilot als "mongoloid", eine kaum noch gebräuchliche und herabwürdigende Bezeichnung für Menschen mit Down-Syndrom.
Kein Fehler?
Obwohl die niederländische Sprache nicht arm an Kraftausdrücken ist ging dieser Sager auch vielen Fans in Holland zu weit. Verstappen ruderte wenig später zurück. "In der Hitze des Gefechts macht man manchmal Äußerungen, die nicht so gemeint sind." Salo jedenfalls bleibt bei seiner Linie: "Es war eine Strafe, Regeln sind nun mal Regeln. Die Angelegenheit war ganz klar." (gr)