Nach Wut-Rempler: Lauda kritisiert Vettel scharf

Am Montag entscheidet die FIA, ob Formel-1-Star Sebastian Vettel für seinen Rempler gegen Lewis Hamilton bestraft wird. Niki Lauda ist klar dafür.

Mercedes-Boss Niki Lauda ist auch eine Woche nach dem "Wut-Manöver" von Vettel gegen Hamilton in Rage. "Ich verstehe nicht, dass Sebastian seinen Fehler trotz der eindeutigen Faktenlage nicht erkennt. Ich will gar nicht von Einsicht sprechen, sondern nur von seiner Fähigkeit - und er besitzt die Intelligenz dafür - anhand von klaren Fakten einen eindeutigen Sachverhalt zu identifizieren", poltert Lauda, der gerade auf Ibiza urlaubt, im Interview mit der "Welt am Sonntag".

Zur Erinnerung: Ferrari-Star Vettel fuhr in Baku (Ase) während einer Safety-Car-Phase absichtlich in den Boliden seines Rivalen, weil er dachte, Hamilton habe ihn zuvor auffahren lassen. "Die ausgewerteten Daten beider Autos zeigen aber, dass Lewis kein unsauberes Manöver produziert hat", erklärt Laude.

Lauda fordert Entschuldigung

Dennoch bestreitet Vettel, der im Rennen mit einer Zehn-Sekunden-Strafe davonkam, einen Fehler begangen zu haben. "Er sollte seine starre und faktisch falsche Position überdenken und sich so schnell wie möglich mit dem Lewis aussprechen", fordert Lauda. "Am intelligentesten wäre eine Entschuldigung unter vier Augen. Gelingt ihm dieser naheliegende Schritt, ist - wie ich das sehe - wieder alles okay zwischen ihm und Lewis.

"Bin nicht der Lehrmeister"

Lauda ortet bei Vettel ein weiteres Problem. "Niemand, der in einem Auto sitzt und es lenkt, sollte aus einer Emotion, aus einer Verärgerung heraus oder aus welchem Grund auch immer einem anderen Auto seitwärts einen Rammstoß verpassen. Schon gar nicht in der Formel 1. Ich will mich nicht zum Lehrmeister für Lebensfragen aufschwingen, aber das, was der Sebastian in Baku gemacht hat, ist einfach nicht in Ordnung." (ee)

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