In der "Villa der Versuchung" flogen zwischen Crazy Cheese und Satansbratan ordentlich die Fetzen. Der Streit wurde so heftig, dass sogar die Produktion einschreiten musste. Jetzt blickt Roland Ludomirska auf die Eskalation mit Erik Seidl zurück und zeigt sich überraschend selbstkritisch.
Eigentlich hatte sich Ludomirska alias Crazy Cheese ausgerechnet auf Seidl alias Satansbratan besonders gefreut. Zwei Österreicher im deutschen Reality-TV, beide bereits mit einschlägiger TV-Erfahrung. Das hätte eigentlich gut gehen können.
Doch in der "Villa der Versuchung" kam alles anders. Zwischen Crazy Cheese und Satansbratan eskalierte zunächst eine Diskussion ums "Schnorren", später brachte ein Streit um einen Schlafplatz das Fass endgültig zum Überlaufen. Crazy Cheese forderte Satansbratan schließlich sogar auf, den "ersten Schlag" zu machen. Die Produktion musste die beiden Streithähne auseinanderbringen und warnte sie vor einem möglichen Rauswurf.
„Auf Erik habe ich mich am meisten gefreut“Crazy Cheeseim "Heute"-Talk
Mit etwas Abstand sieht Crazy Cheese die Sache nun deutlich anders. "Das war voll schade, dass es so gekommen ist. Auf den Erik habe ich mich eigentlich am meisten gefreut", erzählt Roland im Gespräch mit "Heute".
Er habe Satansbratan schon vor der gemeinsamen Zeit in der Villa gemocht. "Ich habe mir gedacht, super, ein Österreicher, ein Kollege." Dass sich die Situation dann derart hochschaukelte, bereut der 57-Jährige heute.
"Wir haben eigentlich so gestritten, dass es mir nachher sehr leid getan hat", sagt Crazy Cheese. Besonders unangenehm sei es für ihn gewesen, die Szenen später selbst im Fernsehen zu sehen: "Ich war natürlich auch selbst über mich entsetzt, dass ich mich da so triggern habe lassen."
Dabei hatte Crazy Cheese vor seinem Einzug eigentlich einen ganz anderen Plan. "Ich habe mir vorgenommen, dass ich ganz ruhig bleibe und immer positiv", erzählt er. Schließlich wolle er normalerweise "die Harmonie verbreiten".
Beim Streit mit Satansbratan war davon allerdings nicht mehr viel zu sehen. Auch zu Hause bekam Roland dafür deutliche Worte zu hören. "Meine Frau hat auch gesagt: Das ist nicht gut. Da kommst du sehr unsympathisch rüber", gibt er ihr recht.
Tatsächlich hatte der Streit in der Sendung Dimensionen angenommen, die weit über eine normale Reality-TV-Diskussion hinausgingen. Crazy Cheese bezeichnete Satansbratan unter anderem als "Neandertaler", Erik konterte mit heftigen Beschimpfungen. Als Roland fragte, ob er ihm "eine anrauchen" solle, spitzte sich die Lage weiter zu.
Dass Satansbratan ihn provoziert habe, will Crazy Cheese gar nicht bestreiten. Gleichzeitig sucht er die Schuld heute nicht nur beim 26-Jährigen. "Man muss ja nicht immer drauf einsteigen", sagt Roland selbstkritisch.
Eine Erklärung für seine dünne Haut hat er dennoch. Die Nacht davor habe er bereits auf dem Boden verbracht, dazu sei kaum vernünftiges Essen gekommen. "Dann ist man natürlich eh schon fertig von der Nacht und dann hat man nichts Gescheites zu essen außer Kartoffeln. Dann ist die Aura beschädigt und die negative Energie kann ungehindert eindringen."
„Da habe ich mir selbst mehr geschadet als ihm.“Crazy Cheeseüber den Streit mit Satansbratan
Besonders bitter, bis Satansbratan auftauchte, sei für Roland in der Villa eigentlich alles nach Wunsch gelaufen. Bei der ersten Rauswahl habe ihn niemand nominiert. "Da sieht man, da hat keiner was gehabt gegen mich."
"Mit dem Erik habe ich mich leider gehen lassen und bin so auf ihn losgegangen. Das war halt ein Knieschuss für mich", gesteht Crazy Cheese. Seine Einschätzung: "Da habe ich mir selbst mehr geschadet als ihm."
Tatsächlich wurde Roland nach der Eskalation bei der anschließenden Nominierung aus der "Villa der Versuchung" gewählt. Mehrere Mitbewohner hatten zuvor bereits klargemacht, dass ihnen sein Verhalten gegenüber Satansbratan zu weit gegangen war.
Ist der Satansbratan-Zoff damit beendet? Ganz so einfach dürfte es nicht sein. Noch nach der Ausstrahlung bezeichnete Crazy Cheese seinen ehemaligen Mitbewohner öffentlich erneut als "Neandertaler". Satansbratan reagierte darauf vergleichsweise zurückhaltend und wünschte Roland, dass er "wieder auf die Beine" komme.
Im Gespräch mit "Heute" schlägt Crazy Cheese nun versöhnlichere Töne an. "Ich sage immer zum Streit: Es sind immer zwei. Es sind beide schuld. Der eine, der anfängt, und der andere, der dann weitermacht."
Ob Crazy Cheese und Satansbratan damit tatsächlich ihren Frieden geschlossen haben, ist eine andere Frage. Zumindest Roland weiß mittlerweile, dass dieser Reality-Zoff hat vor allem einem geschadet: Ihm selbst.