Bei der Superkombination in Beaver Creek erteilten die Schweizer dem ÖSV-Team eine Lehrstunde. Auch die Damen-Abfahrt in Lake Louise endete für die ÖSV-Damen mit einem Debakel.
Österreichs Ski-Team kommt im Olympiawinter bisher nicht auf Touren. Es zeigt sich immer mehr, dass es vor allem in den schnellen Disziplinen schwer an Nachwuchs fehlt. Zudem hat das ÖSV-Team nur eine handvoll Fahrerinnen und Fahrer, die siegfähig sind. Lassen diese einmal aus, enden die Rennen meist in einem Debakel. So wie gestern bei den beiden Weltcup-Läufen.
Schweiz blamiert das ÖSV-Team
Die Schweiz hat Österreich als "Ski-Nation Nummer eins" längst überflügelt. Bei der Superkombination der Herren lagen nach der Abfahrt gleich vier Eidgenossen auf den ersten vier Plätzen. Der Schweizer Carlo Janka zeigte im anschließenden Slalom noch seine Klasse und siegte vor seinem Teamkollegen Didier Defago. Bester Österreicher wurde Romed Baumann als Fünfter, Benni Raich landete auf dem siebenten Platz. Damit führt die Schweiz in Weltcup-Siegen in dieser Saison gegen Österreich mit 3:1.
Vonn siegte trotz blutiger Wunde
Bei der Damen-Abfahrt in Lake Louise feierte Lindsey Vonn trotz einer kleinen Schrecksekunde einen klaren Sieg. "Mir hat es bei einer Bodenwelle das Knie gegen das Kinn geschlagen, ich hätte mich also fast selbst ausgeknockt. Aber es sind noch alle Zähne drinnen", meinte die US-Amerikanerin, die sich trotz einer blutenden Wunde nicht aus der Fassung bringen ließ. Beste Österreicherin wurde Maria Holaus als Fünfte, wies aber fast eineinhalb Sekunden Rückstand auf. Andrea Fischbacher wurde nur Zwölfte.
MM