Nadal bei French Open weiter eine Klasse für sich

Bild: IAN LANGSDON (EPA)

Titelverteidiger Rafael Nadal steht auch bei seiner zehnten French-Open-Teilnahme im Achtelfinale und bleibt im laufenden Turnier ohne Satzverlust. Der Tennis-Weltranglisten-Erste aus Spanien war zwei Tage nach seinem Zweitrundensieg über den Österreicher Dominic Thiem beim 6:2,7:5,6:2 gegen den Argentinier Leonardo Mayer am Samstag in Paris phasenweise aber doch stark gefordert.

"Es war ein tolles Gefühl, hier zu spielen. Mit diesem Platz verbinde ich viele Erinnerungen", sagte Nadal nach dem 2:17 Stunden langen Match auf dem voll besetzten Court Philippe Chatrier, in dem er lediglich zehn unerzwungene Fehler beging. Anschließend umarmte er den schwer erkrankten französischen Ex-Tennisprofi Jerome Golmard. Der 40-Jährige, einst 22. der Weltrangliste, hatte die Partie im Rollstuhl sitzend verfolgt.

Nadal ist seit seiner einzigen Paris-Niederlage im Jahr 2009 ungeschlagen und hält bei einem Rekord von 62:1 Siegen. In seiner nächsten Partie am Montag gegen den Weltranglisten-83. Dusan Lajovic aus Serbien ist Nadal erneut klarer Favorit. Allerdings hat auch sein Gegner bisher noch keinen Satz abgegeben.

Vorjahresfinalist Ferrer ebenfalls locker weiter

Vorjahrsfinalist David Ferrer ist problemlos in die Runde der letzten 16 der French Open vorgestoßen. Der Tennis-Weltranglisten-Fünfte aus Spanien besiegte am Samstag in Paris den Südtiroler Andreas Seppi 6:2,7:6(2),6:3. Ferrer trifft nun am Montag im Achtelfinale auf den Südafrikaner Kevin Anderson, der von der Aufgabe des Kroaten Ivo Karlovic wegen Rückenproblemen profitierte.

Weiter Favoritensterben im Damen-Bewerb

Das Favoritensterben im Damen-Bewerb der French Open hat auch am Samstag seine Fortsetzung erlebt. Die als Nummer elf eingestufte ehemalige Paris-Siegerin Ana Ivanovic aus Serbien unterlag nach enttäuschender Leistung der Tschechin Lucie Safarova glatt 3:6,3:6. Ivanovic hatte das Grand-Slam-Turnier 2008 gewonnen und war im gleichen Jahr auch die Nummer eins der Tennis-Weltrangliste.

"Ich habe zu Beginn der Partie zu viele Chancen ausgelassen", erklärte die enttäuschte Serbin. Fast zeitgleich mit ihr erwischte es auch die einstige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova. Die als Nummer fünf gesetzte Tschechin verlor in 3:13 Stunden gegen die Russin Swetlana Kusnezowa, die 2009 in Paris triumphiert hatte, 7:6(3),1:6,7:9. 65 unerzwungene Fehler von Kvitova gaben letztlich den Ausschlag zugunsten von Kusnezowa, die nun am Montag im Achtelfinale auf Safarova trifft.

Die Weltranglistenvierte Simona Halep aus Rumänien kam dagegen souverän weiter. Die Juniorensiegerin von 2008 ließ der Spanierin Maria-Teresa Torro-Flor beim 6:3,6:0-Erfolg keine Chance. Halep ist als Nummer vier die bestgesetzte noch im Turnier befindliche Spielerin, nachdem Titelverteidigerin Serena Williams (USA-1), Li Na (CHN-2) und Agnieszka Radwanska (POL-3) alle bereits ausgeschieden sind

APA/red

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