Sport

Nadal zerlegt Ferrer im Paris-Halbfinale

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:23

Sandplatz-König Rafael Nadal greift nach seinem siebenten Roland-Garros-Titel und damit dem alleinigen Rekord in Paris. Der Weltranglisten-Zweite gab am Freitag beim 6:2,6:2,6:1-Halbfinalsieg gegen den spanischen Landsmann David Ferrer eine erneute Demonstration seiner derzeit bärenstarken Form. Nadal ließ sich auch durch eine Regenunterbrechung nicht von seiner Mission abbringen und verwandelte nach nur 1:46 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball gegen den an Nummer sechs gesetzten Ferrer.

"Das war mein bisher bestes Match hier in diesem Jahr", sagte der Spanier, der am Bois de Boulogne 2012 ohne Satzverlust bleibt. "Ich konnte nicht erwarten, so in einem Roland-Garros-Halbfinale gegen einen der besten Spieler der Welt zu gewinnen. David tut mir sehr leid. Er ist einer meiner besten Freunde auf der Tour."

Federer oder Djokovic als Gegner

Nun trifft der Mallorquiner entweder auf Branchenprimus Novak Djokovic oder den früheren Weltranglisten-Ersten Roger Federer - so oder so ein Traumfinale. Bei einem Final-Erfolg würde sich Nadal zum alleinigen Paris-Rekordsieger vor Legende Björn Borg küren.

Ferrer ohne Chance

"Viel Mut, David", hatte die französische Sportzeitung L'Equipe getitelt. Experten vermuteten, dass der starke Sandplatzspieler Ferrer seinem Kumpel Nadal am ehesten einen Satz abnehmen könnte. Aber der oft unterschätzte 30-Jährige war meilenweit davon entfernt, Nadals 51. Sieg im 52. French-Open-Match auch nur annähernd zu gefährden.

Nadal bestätigte damit die Tennis-Granden von John McEnroe über Mats Wilander bis Borg, die dieser Tage alle über Nadal ins Schwärmen gerieten. Borg, als sechsfacher Paris-Champion (noch) gemeinsamer Rekordhalter mit Nadal, meinte kürzlich beeindruckt: "Für mich ist Rafa der beste Sandplatzspieler der Geschichte." Wilander sagte: "Nadal ist besser als jemals zuvor."

"Bestie" Nadal

Und davon konnten sich alle 15.000 staunenden Zuschauer auf dem ausverkauften Centre Court Philippe Chatrier überzeugen. Ferrer hielt nur bis zum 2:1 im ersten Satz mit, als er sogar noch zwei Breakbälle hatte. Dann aber legte Nadal, dessen Auftritte die L'Equipe dieser Tage als "bestialisch" bezeichnet hatte, erst richtig los.

APA/red.

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