Die 28-Jährige arbeitet derzeit an ihrem Comeback, doch ob sie rechtzeitig zum Weltcup-Auftakt in Sölden oder zur Ski-WM in Crans-Montana fit wird, ist völlig offen.
Nach ihrer Knieverletzung hatte Lie die vergangene Saison bereits im März vorzeitig beendet. Bei der ersten Operation wurde ein abgelöstes Knorpelstück behandelt, doch der Eingriff verlief nicht wie erhofft. "Nach drei Monaten sah man, dass der Knorpel sich nicht festgesetzt hatte", erklärte die Norwegerin. Deshalb musste sie sich Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli einer zweiten Operation unterziehen.
Die erneute Zwangspause war für die Speedspezialistin besonders bitter. Zehn weitere Wochen an Krücken bedeuteten das Aus für einen Großteil der Saisonvorbereitung. "Das war scheiße. Ich liebe den Frühling", sagte Lie.
Statt einer geplanten Radtour auf Mallorca habe sie ihre Zeit am Pool verbringen müssen.
Trotz der Rückschläge gibt die elfmalige Weltcup-Podestfahrerin nicht auf. Ihr großes Ziel bleibt die Weltmeisterschaft im Februar in Crans-Montana. Lie feierte 2023 in Kvitfjell ihren bislang einzigen Weltcupsieg und gewann bei den Weltmeisterschaften 2023 und 2025 jeweils Bronze im Super-G.