Die nächste Pleite in der Tankstellenbranche! In Haid bei Linz ist über die Petro Logistik GmbH das Konkursverfahren eröffnet worden. Der Mineralölhändler mit Sitz in der Kremstalstraße versorgte zuletzt vor allem die Tankstellen der Julius Stiglechner GmbH – doch genau diese Verbindung wurde jetzt zum Verhängnis.
"Die Ursachen der eingetretenen Insolvenz liegen in der Insolvenz der Julius Stiglechner GmbH, da diese die einzige Auftraggeberin war", heißt es in der offiziellen Mitteilung des Kreditschutzverbands von 1870 (KSV1870).
Weil die Mutterfirma keine Aufträge mehr vergeben konnte, blieb der Tochterfirma das Geld aus. Die Folge: Löhne und Gehälter für November und Dezember konnten nicht mehr vollständig bezahlt werden.
Die Pleite kommt nur kurz nach der Stiglechner-Insolvenz. Dort wurde immerhin noch ein Banken-Deal eingefädelt, rund 500 Jobs sind vorerst gesichert. Viele geschlossene Standorte sollen wieder aufsperren, auch das Bezahlen mit Tankkarte soll bald wieder möglich sein.
Ganz anders bei Petro Logistik: Hier sieht die Lage düster aus. Laut KSV sollen 16 Dienstnehmer betroffen sein, insgesamt gibt es 31 Gläubiger – die Passiva liegen bei rund 500.000 Euro.
KSV-Expertin Petra Wögerbauer erklärt: "Der eingesetzte Insolvenzverwalter wird die Schließung des Unternehmens beantragen. Seitens der Julius Stiglechner GmbH wurde mitgeteilt, dass künftig die Treibstofflieferungen auf direktem Wege von den Lieferanten erfolgen werden".
Die Petro Logistik GmbH wurde 2007 gegründet. Sie war ausschließlich für Mineralöltransporte zuständig, hauptsächlich zur Versorgung des Stiglechner-Tankstellennetzes. Seit der Insolvenz der Konzernmutter fehlt jedoch jede wirtschaftliche Grundlage.