Der nächste Vorwurf gegen den Weltverband kommt aus den USA. Wie "The Athletic" berichtet, warten mehrere Städte, die Spiele der Weltmeisterschaft ausgerichtet haben, noch immer auf zugesagte "Legacy"-Zahlungen der FIFA.
Vier Vertreter von Gastgeberstädten erklärten dem Bericht zufolge, ihnen seien jeweils eine Million US-Dollar für Fußball-Infrastruktur und soziale Projekte zugesichert worden. Die Zusage sei von Mitgliedern der FIFA-Führung mehrfach bekräftigt worden – ausgezahlt worden sei das Geld bislang aber nicht.
Laut "The Athletic" erkundigten sich die betroffenen Städte inzwischen direkt bei FIFA-Mitarbeitern nach dem Stand der Zahlungen. Zu den US-Austragungsorten der WM gehörten unter anderem New York/New Jersey, Los Angeles, Miami, Dallas, Atlanta und Seattle.
Der Bericht kommt für FIFA-Präsident Gianni Infantino zur Unzeit. Erst vor wenigen Tagen musste der Schweizer seinen umstrittenen Plan aufgeben, Anteile an den kommerziellen Rechten der Weltmeisterschaften an private Investoren zu verkaufen. Seither wächst die Kritik an seiner Führung – sowohl innerhalb der FIFA als auch von der UEFA und mehreren Nationalverbänden.
Brisant: Die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko bescherte der FIFA Rekordeinnahmen. Medienberichten zufolge soll der Weltverband im Finanzzyklus 2023 bis 2026 Einnahmen von rund 15 Milliarden US-Dollar erzielen.