Von Außenwelt abgeschnitten

Nächster Murenabgang! 1.000 Personen eingeschlossen

Nach schweren Unwettern ist die Pitztalstraße erneut von Muren verschüttet worden. Rund 1.000 Menschen sitzen derzeit im hinteren Pitztal fest.
Newsdesk Heute
30.07.2026, 11:04
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Das hintere Pitztal ist erneut von heftigen Unwettern getroffen worden. Nach lokalem Starkregen und Hagel gingen am Mittwochabend im Bereich Plangeroß laut ORF Tirol gleich zwei massive Muren ab. Die Schlammmassen verschütteten die Pitztalstraße (L16) und schnitten den hinteren Talbereich von der Außenwelt ab.

"Zum Glück sind keine Menschen oder Häuser betroffen", erklärte Bürgermeister Elmar Haid gegenüber der "Tiroler Tageszeitung". Evakuierungen seien deshalb derzeit nicht notwendig. Trotzdem sitzen laut dem Ortschef rund 1.000 Personen fest. Neben den Einwohnern betrifft das auch zahlreiche Urlauber, denn derzeit herrscht Hauptsaison.

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Straße meterhoch verschüttet

Die beiden Muren gingen vor und hinter dem Ortsteil Plangeroß ab. Dabei wurde die Landesstraße teilweise meterhoch verschüttet, zudem wurde der Fluss Pitze durch Geröll zurückgestaut. Bis Weißwald ist die Straße weiterhin befahrbar, danach ist sie gesperrt.

Bereits in der Nacht rückten Bagger und schweres Gerät an, um die Straße freizuräumen. Die Arbeiten wurden am Donnerstag in aller Früh fortgesetzt. Wann die L16 wieder vollständig geöffnet werden kann, war zunächst unklar. Der Bürgermeister zeigte sich aber vorsichtig optimistisch, dass eine Freigabe im Lauf des Tages möglich sein könnte.

Wetterprognose bereitet Sorge

Besonders angespannt ist die Lage zwischen Mandarfen und Tieflehn. Dort hat sich laut Haid ein Auffangbecken mit rund 70.000 Kubikmetern Geröll und Schlamm gefüllt. Gleichzeitig bereitet die Wetterprognose Sorgen, denn auch in den kommenden Tagen werden weitere lokale Starkregen und Gewitter erwartet.

Erst Ende Juni war die Pitztalstraße nach schweren Murenabgängen massiv beschädigt und teilweise sogar weggerissen worden. Damals wurde innerhalb weniger Tage eine Ersatzstraße errichtet. Dass nun erneut Muren die wichtige Verbindung blockieren, zeigt, wie angespannt die Lage in Tirol nach den wiederholten Unwettern bleibt.

Auch im Ötztal sorgten die Unwetter am Mittwochabend für massive Probleme. In Sölden musste sogar der Zivilschutzalarm ausgelöst werden. Rund 30 Menschen wurden dort vorübergehend in Sicherheit gebracht, während die Aufräumarbeiten auf Hochtouren laufen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 30.07.2026, 11:04