Die Lage auf den internationalen Energiemärkten spitzt sich weiter zu. Neue Angriffe und blockierte Transportwege im Nahen Osten treiben den Ölpreis zu Wochenbeginn kräftig nach oben. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Montagmorgen 107,54 Dollar – ein Plus von 2,8 Prozent. US-Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 2,3 Prozent auf 102,34 Dollar.
Neben der Straße von Hormus rückt auch die Meerenge Bab al-Mandab im Roten Meer zunehmend in den Fokus. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hatte am Freitag mitgeteilt, die Kontrolle über die wichtige Passage übernommen zu haben.
Zusätzlich schloss Saudi-Arabien vorübergehend seine wichtige Ost-West-Pipeline. Zuvor hatte es Drohnenangriffe der Huthis gegeben. Saudi-Arabien unterstützt im Jemen die Regierungstruppen im Kampf gegen die Miliz.
Auch der Iran-Krieg geht weiter. US-Präsident Donald Trump kündigte zwar wiederholt ein Ende der Kämpfe an, zuletzt verstärkte das US-Militär jedoch erneut seine Angriffe auf iranische Ziele. Gleichzeitig hält der Iran die strategisch wichtige Straße von Hormus geschlossen. Tanker und Containerschiffe können die Route damit weiterhin nicht passieren.
Auch an den asiatischen Börsen sorgte die Entwicklung für Nervosität. Neben den steigenden Energiepreisen belastet die Aussicht auf höhere Zinsen die Märkte. Nach dem überraschend starken Anstieg der Inflation wird mit einer Zinserhöhung der US-Notenbank Fed in dieser Woche gerechnet.