Namen gefordert! ÖSV könnte Werdenigg klagen

Der ÖSV fordert Namen von Missbrauchsopfer Nicola Werdenigg. Sollte die Frist bis 30. November verstreichen, überlegt der Ski-Verband eine Klage.

Weil die Schilderungen über sexuelle Belästigung innerhalb des heimischen Skizirkus' zum Teil strafrechtlich relevante Tatbestände erfüllen, hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck Ermittlungen gegen unbekannt eingeleitet. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag gegenüber dem ORF.

Die einstige Abfahrtsmeisterin Nicola Werdenigg – ehemals Spieß – gab dem "Standard" ein Interview über sexuelle Übergriffe im Skisport, so kam der Stein ins Rollen. Sie sei unter anderem von einem Mannschaftskollegen missbraucht worden.

Namen nannte die Sportlerin bisweilen keine, obwohl der ÖSV diese gefordert hatte. Werdenigg wolle mit den Namen allerdings nicht rausrücken, da sie die Betroffenen nicht "medial an den Prager stellen" möchte. Rechtlich belangen könne sie sie ohnehin nicht mehr.

Folgt Klage, wenn keine Namen kommen?

Der ÖSV macht der ehemaligen Skifahrerin jetzt zusätzlich Druck. Die Presse berichtet, dass der Ski-Verband Werdenigg mit einem eingeschriebenen Brief dazu aufgefordert hat, Namen zu nennen. Die Frist läuft bis 30. November. Sollte bis dahin keine Reaktion erfolgen, wird der ÖSV einen Anwalt einschalten.

Sollten sich die Vorwürfe Werdeniggs nicht bestätigen, will ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel zusätzlich ein juristisches Nachspiel wegen übler Nachrede einleiten lassen. "Als Verband kann man das nicht auf sich sitzen lassen", lässt Schröcksnadel in der Tiroler Tageszeitung ausrichten.

(wem)

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