NASA berichtigt: "Doch kein Wasser auf dem Mars"

Sechs Jahre war sich die NASA sicher, dass auf dem roten Planeten Wasser fließt. Tut es nicht, fanden die Forscher nun heraus. Da fließt etwas anderes.

Kein Planet fasziniert die Menschheit so wie der Mars. Darum wird er ausgiebig erforscht - vor allem durch die USA. Sechs Jahre hielt deren Weltraum-Behörde NASA es für erwiesen, dass es auf dem roten Planeten Wasser gibt. Jetzt muss sie sich berichtigen.

Sand, statt Wasser

Auf Kraterhängen bilden sich im Sommer dunkle Rinnen, die im Winter verschwinden. Mit dem "Mars Reconnaissance Orbiter" wurden in zeitlichen Abständen über 50 dieser Hänge fotografiert. Die Bilder zeigen, dass sich die Rinnen verändern. Weitere Forschungen haben anschließend ergeben, dass dort gar kein Wasser fließt sondern "granulate Ströme". Mit anderen Worten:

Sand rutscht langsam zu Tal

Der Winkel eines Hanges musste über 26 Grad betragen. Wurde er flacher, konnte der "Orbiter" keine dunklen Rinnen mehr finden. Das Problem: Wasser wäre trotzdem geflossen. Ergo, da fließt kein Wasser, sondern etwas Anderes. Woher stammte jedoch die dunkle Farbe? Diese kommt laut NASA wohl dann zum Vorschein, wenn die getrocknete obere Sandschicht weiterrutscht. Um die Vorgänge "völlig zu verstehen, müssen wir uns das wahrscheinlich vor Ort anschauen.", so Richard Zurek von der NASA. (mp)

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