In Brasilien herrscht nach dem Tod von Pelé Staatstrauer. Der Ausnahme-Fußballer wird im Stadion seines Klubs FC Santos im Sarg aufgebahrt.
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Der dreifache Fußball-Weltmeister war ein Pionier des modernen Fußballs, allerdings hat Pelé niemals für einen großen Verein in Europa gespielt. Das hat einen einfachen Grund.
Nach dem WM-Titel von 1958 hat Brasiliens Regierung Pelé zum Nationalheiligtum ernannt. Real Madrid, Juventus, Inter Mailand und Manchester United buhlten um die Dienste des legendären Zehners. Doch er blieb in Brasilien.
Denn in den 1960er-Jahren wurden Spieler aus anderen Ländern regelmäßig eingebürgert. So wurde etwa Argentinien-Kicker Alfredo di Stefano zum Spanier, auch der legendäre Ferenc Puskas spielte nach seinem Wechsel zu Real Madrid nicht mehr für Ungarn, sondern für Spanien.
Das wollte man in Brasilien unbedingt verhindern. Außerdem waren damals die Copa Libertadores und der Meistercup in Europa (Vorgänger der Champions League) ungefähr gleichwertig vom Stellenwert. So verbrachte Pelé fast seine komplette Karriere beim FC Santos. Lediglich von 1975 bis 1977 in den letzten Jahren seiner aktiven Laufbahn wagte er einen Ausflug zu New York Cosmos.