"Heute"-Leser Sinan* (Name von der Redaktion geändert) zog im April mit seiner Familie aus Tirol nach Villach und lebte sich gerade erst in der neuen Umgebung ein, als ein Brief des ORF ins Haus schneite und für gehörigen Ärger sorgte, denn: Die Dreikopf-Familie soll im Quartal rund 100 Euro für GIS-Gebühren brennen – ohne die Dienste des ORF in Anspruch zu nehmen. Familienvater Sinan ist empört.
GIS-Mitarbeiter sollen mit einem Trick eine weitere Wienerin reingelegt haben. Eine falsche Information kostet mehreren Österreicher nun über 100 Euro im Quartal – "Heute" berichtete. Ein weiterer "Geschädigter" zog kürzlich nach Kärnten: Aus beruflichen Gründen fand Leser Sinan samt Frau und Kind in Villach seine neue Lebensmitte.
Dass nun bei allen zukünftigen Wohnungs-Neuanmeldungen eine saftige Zahlungsaufforderung seitens der GIS bevorsteht, zeigt der Fall von Sinan. Der gebürtige Tiroler hatte im Zuge des Umzuges weder zeit noch Lust, die Dienste des ORF zu nutzen – brennen muss er trotzdem.
Neuerdings zahlt Sinan nun auch GIS-Gebühren. Wieso er im Quartal 82,65 Euro blechen soll, versteht der Villacher Papa überhaupt nicht: "Dass ich 21.30 Euro für das Radio, die TV-Gebühr, den Kunstförderungsbeitrag und die Landesabgabe zahle, geht vielleicht gerade noch in Ordnung".
Doch beim für den "Heute"-Leser eher unattraktiven TV.-Programm platzt Sinan der Kragen: "61.35 € nur für das ORF-Programm zu zahlen ist eine Frechheit! Wir müssen diese GIS-Abzocke stoppen!", so der Appell des Neu-Villachers.
Wutentbrannt meldete sich Sinan bei der GIS und verlangte Antworten. Diese folgten auch prompt: In einem Schreiben erklärte man dem Neu-Kärntner, wie er dem GIS-Wahnsinn aus dem Weg gehen könne. "Wenn sie Geräte besitzen, die Rundfunktechnologien besitzen, sind diese melde- und gebührenpflichtig."
Dazu gehören Fernsehgeräte, Kabel-TV, Satelliten-TV, Computer und Tablets mit DVB-T-Stick oder TV-Karte oder Radio-Karte sowie Radiogeräte und sonstige Geräte mit UKW-Empfang. Für Sinan heißt es deswegen wohl in Zukunft: Zurück in die Steinzeit oder GIS zahlen. Klar ist, dass sich der "Heute"-Leser mit allen Mitteln gegen die "GIS-Abzocke" wehren wird.