Strenge Auflagen

Nepal verschärft Regeln für Besteiger von Mount Everest

Nepal plant strengere Auflagen für Everest-Besteiger. Künftig muss man erst einen Siebentausender bezwungen haben.
Newsdesk Heute
30.03.2026, 15:43
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Die Hauptklettersaison am Mount Everest ist angelaufen. Die sogenannten "Eisärzte" befinden sich seit Anfang März am Base Camp des 8.849 Meter hohen Berges. Mit Seilen und Leitern bereiten sie die gefährlichen Routen am tückischen Khumbu-Eisbruch vor.

Doch wer künftig den Gipfel erklimmen will, muss schärfere Bedingungen erfüllen. Nepal plant, dass Kletterer zuvor die Besteigung eines Berges über 7000 Meter im Land nachweisen müssen.

Laut n-tv.de, das sich auf "The Kathmandu Post" beruft, soll damit die wachsende Zahl unerfahrener Bergsteiger reduziert werden. Dieser Trend wird mit Staus am Berg, Unfällen und Problemen bei Rettungseinsätzen in Verbindung gebracht.

Höhere Gebühren für Gipfelstürmer

Die amtliche Gebühr für die Standardroute steigt von 11.000 auf 15.000 Dollar pro Person. Im vergangenen Jahr wurden 468 Kletter-Genehmigungen für den Everest ausgegeben. Für das arme Land ist der Bergsteiger-Tourismus eine wichtige Einnahmequelle - dort befinden sich acht der 14 Achttausender der Welt.

Der Vorschlag zum Siebentausender-Nachweis stammt vom Vermessungstechniker Khimlal Gautam. "Meine Absicht war es, für andere Berge, speziell im Westen Nepals, zu werben", erklärt er. Für viele dieser Berge gebe es zu wenig Interesse.

Kritik an neuen Regeln

Nicht alle sind begeistert. Der 43-jährige Bergführer Narendra Shahi sagt: "Nach unserer Ansicht sind die Pläne gut. Du benötigst Erfahrung auf Siebentausendern." Den Nachweis auf Nepal zu beschränken, sei aber zu eng gedacht.

Die geplanten Regeln sind Teil eines neuen Tourismusgesetzes, das derzeit im nepalesischen Parlament liegt. Ein dauerhafter Umweltfonds soll helfen, die Berge sauber zu halten - denn Plastikmüll, leere Sauerstoffflaschen und zurückgelassene Zelte sind ein großes Problem.

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