Israel sei "sehr nahe" daran, die Bedingungen für einen Regimewechsel im Iran zu schaffen. Das sagte Ophir Falk, der außenpolitische Berater von Premierminister Benjamin Netanyahu, in einem Interview.
"Diese Bedingungen werden gerade geschaffen, während wir hier sprechen", so Falk. Allerdings betonte er, dass ein tatsächlicher Regimewechsel letztlich vom iranischen Volk ausgehen müsse.
Wie die Jerusalem Post meldet, nannte Falk die US-geführte wirtschaftliche Blockade des Iran erfolgreich. Der Iran und seine regionalen Stellvertreter seien durch den Krieg schwer geschwächt worden - etwa durch Angriffe auf führende Köpfe, Atomwissenschaftler und Raketenanlagen.
Zum Gaza-Konflikt äußerte sich Falk ebenfalls deutlich: Hamas könnte "an einem Nachmittag" entwaffnen, wenn sie es wolle. Israel werde seine Truppen erst abziehen, wenn die Terrorgruppe vollständig entwaffnet sei.
Falk nannte drei Bedingungen für Gaza: Die Entwaffnung der Hamas, die vollständige Demilitarisierung des Gebiets und die Deradikalisierung der Bevölkerung. "Das bedeutet null Waffen", stellte er klar.
Ein Problem räumt der Berater offen ein: Im Informationskrieg sei Israel nicht so erfolgreich gewesen wie auf dem Schlachtfeld. "Wir führen einen Sieben-Fronten-Krieg, und an der achten Front, dem Informationskrieg, waren wir nicht so erfolgreich", sagte Falk.
Zur Geiselfrage betonte Falk, dass Netanyahu das Ziel gesetzt habe, alle Geiseln nach Hause zu holen. Militärischer und diplomatischer Druck sowie eine einheitliche israelisch-amerikanische Position hätten zu den bisherigen Freilassungen geführt.