AfD-Vize stolpert vor TV-Kameras umher: Netz flippt aus

Im Hintergrund und doch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: AfD-Rechtsaußen-Frau Beatrix von Storch (hinten rechts).
Im Hintergrund und doch im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit: AfD-Rechtsaußen-Frau Beatrix von Storch (hinten rechts).Screenshot ARD
Vor den Fernsehkameras stolperte AfD-Vizechefin Beatrix von Storch planlos durch die Parteizentrale. Das brachte ihr am Sonntag vor allem Häme ein. 

10,6 Prozent der Stimmen heimsten die Rechtspopulisten der "Alternative für Deutschland (AfD)" am Sonntag bei der Bundestagswahl in Deutschland ein. Spitzenkandidat Tino Chrupalla versuchte daraufhin kurz nach 18 Uhr das Ergebnis den Journalisten des deutschen öffentlichen rechtlichen Fernsehens zu erklären. Doch während Chrupalla bemüht war, auf "die wirklichen Probleme" aufmerksam zu machen, stand dennoch jemand anderes im Mittelpunkt: Parteikollegin und AfD-Vizechefin Beatrix von Storch.

Während Chrupallas Interview stolperte von Storch planlos durch die Wahlkampfzentrale. Das sorgte am Sonntag vor allem für Häme und Spott. "Oh god", kommentiert ein Twitter-User einen Clip, der von Storchs Irrweg zeigt. Eine Kommentatorin meint dagegen: "Wie Trixie von Storch im Ersten einfach maximal bedeutungslos im Hintergrund durchs Bild wuselt, feiere ich ja schon so ein bisschen." Ein anderer schreibt: "Beatrix von Storch planlos im Hintergrund der ARD-Übertragung, kann jemand bitte mal live schubsen."

AfD-Spitzenkandidatin spricht von "solidem Ergebnis"

Die AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel sieht sich durch das Ergebnis der Bundestagswahl in ihrem Kurs bestätigt. "Den ganzen Unkenrufen zum Trotz" sei ihre Partei diesen Sonntag nicht aus dem Bundestag herausgewählt worden, sondern habe "ein sehr solides Ergebnis eingefahren", sagte Weidel am Sonntagabend ARD.

Der neue Bundestag muss sich binnen 30 Tagen konstituieren. Er wählt auch den neuen Bundeskanzler. Die Kanzlerwahl kann aber erst nach Abschluss von Koalitionsverhandlungen stattfinden. So lange bleibt Merkel geschäftsführend im Amt. Die 67-Jährige regiert Deutschland seit November 2005. Sie hatte schon Ende 2018 erklärt, bei dieser Wahl nicht mehr kandidieren und sich danach aus der aktiven Politik zurückziehen zu wollen.

In Deutschland wird der Kandidat der stärksten Partei nicht automatisch Bundeskanzler. Nötig ist, dass der Bewerber die sogenannte "Kanzlermehrheit", also die Mehrheit der Mitglieder des Bundestages, hinter sich bekommt. Zuletzt wurde Deutschland von einer schwarz-roten Koalition aus CDU/CSU und SPD regiert.

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