Die Feuerpause über Kiew ist vorbei: Nach dem Besuch der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner hat Russland die ukrainische Hauptstadt erneut aus der Luft angegriffen. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben, mindestens sieben weitere wurden verletzt.
In der Nacht auf Dienstag waren in Kiew mehrere Explosionen zu hören. Ukrainischen Medien zufolge trafen Trümmer abgeschossener Drohnen mehrere Wohnhäuser, eine Schule und Fahrzeuge. Nach Angaben des Nachrichtenportals "Kyiv Independent" wurden zudem Menschen unter den Trümmern eines schwer beschädigten Wohnblocks verschüttet. Das Portal berief sich dabei auf Bürgermeister Witali Klitschko.
Bei den Angriffen setzte Russland laut ukrainischen Angaben neben Drohnen auch ballistische Raketen ein. Luftalarm wurde zudem in weiteren Regionen der Ukraine ausgelöst.
Erst am Wochenende waren die Gesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner, zu Gesprächen unterwegs. Nach einem erneuten Besuch in Moskau reisten sie erstmals auch nach Kiew.
Dort ging es um mögliche Wege zu einem Ende des von Russland im Februar 2022 begonnenen Krieges. Witkoff und Kushner führten Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sowie dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj. Konkrete Ergebnisse wurden nicht bekannt.
Für die Dauer des Besuchs hatten sich Russland und die Ukraine bereit erklärt, auf Luftangriffe gegen die jeweilige Hauptstadt zu verzichten. Nach dem Ende der Gespräche nahm Russland die Attacken auf Kiew nun wieder auf.