Neue Corona-Regeln für die Schule nach dem Lockdown

Schulen bleiben weiter geschlossen, vorerst bis zum 7. Februar 2021.
Schulen bleiben weiter geschlossen, vorerst bis zum 7. Februar 2021.Roland Mühlanger / picturedesk.com
Der Lockdown in Österreich wird verlängert. Bildungsminister Heinz Faßmann hat genaue Details zur Schul-Öffnung verkündet.

Jetzt werden die Corona-Maßnahmen in Österreich erneut verschärft. Grund für die Verlängerung des Lockdowns ist die neue Virus-Variante aus Großbritannien. Mittlerweile wurden die ersten Fälle in Österreich bestätigt und es häufen sich die Verdachtsfälle. Es ist davon auszugehen, dass das Briten-Virus auch in Österreich bereits verbreitet ist.

Zu den neuen Regeln ab 25. Jänner zählen die Erhöhung der generellen Abstandsregel von einem auf zwei Meter sowie die FFP2-Masken-Pflicht im Handel und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Am 8. Februar sollen vorsichtige Öffnungsschritte folgen. Schüler dürfen erst an diesem Tag wieder in ihre Klassen zurückkehren, allerdings im Schichtbetrieb. Zudem gilt die Maskenpflicht.

Oberösterreich und Steiermark verlegen Semesterferien

Bis zu den Semesterferien werden die Schüler somit im Distance Learning bleiben. Oberösterreich und die Steiermark legen die Semesterferien eine Woche nach vorne. In Wien und Niederösterreich geht es dann am 8. Februar im Schichtbetrieb los, alle anderen Bundesländer starten am 15. Februar. Zudem werden Selbsttests an den Schulen eingesetzt.

"Ich möchte die Kinder möglichst rasch in die Schule zurückbringen", so Bildungsminister Faßmann. Eigentlich wäre der Schulstart für 25. Jänner geplant gewesen. 

"Jetzt hat uns die britische Mutation einen Strich durch die Rechnung gemacht, das kann ich nicht ignorieren. Wenn alles verschärft wird, kann ich die Schulen davon nicht ausnehmen", erklärte der ÖVP-Minister.

Wöchentliche Schnelltests

Für die Rückkehr sei man aber bestmöglich vorbereitet. Es herrscht Maskenpflicht an den Schulen, zudem werden wöchentliche Schnelltests sowie eine Ausdünnung der Klassen eingeführt.

"Das Semester endet wie gehabt", erklärte Faßmann. Auch die Schulnachricht wird Ende Jänner verteilt. Er forderte die Pädagogen und Pädagoginnen dazu auf, Milde walten zu lassen.

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Der Schulstart in Wien und Niederösterreich erfolgt nach den jetzigen Plänen am 8. Februar, alle anderen Bundesländer folgen am 15. Februar. Genaue Details zum Schichtbetrieb seien noch festzulegen.

Zentralmatura ab 20. Mai

Eine Möglichkeit wäre, dass die Klasse in zwei Gruppen geteilt wird. Die eine Gruppe kommt am Montag und bekommt Arbeitsaufgaben für Dienstag, wo sie zu Hause sind. Am Dienstag kommt die zweite Gruppe in die Schule. Ob eine FFP2-Maskenpflicht kommt, ist noch offen.

Die Pläne für die Zentralmatura bleiben erhalten. Sie soll ab 20. Mai stattfinden. "Wir haben den letzten Termin schon gewählt", so Faßmann. Elemente wie eine mündliche Präsentation, seien laut dem Minister optional. 

200 Millionen Euro für Schul-Hilfspaket

Weitergeführt wird die Betreuung an den Schulen, um Eltern zu entlasten. Faßmann plädierte jedoch dafür, die Kinder nur zur Betreuung zu schicken, wenn es wirklich notwendig ist.

Die "Kollateralschäden" bei den Schülern sollen so gering wie möglich bleiben. Faßmann kündigte zusätzliche Förderstunden an, um gezielt schwächere Schüler zu unterstützen. Dafür wird ein Hilfspaket von 200 Mio. Euro geschnürt.

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