Tipps von Pflegeexpertin

Neue Hitze-Gefahr – so schützen sich Senioren richtig

Die nächste Hitzewelle kommt, darunter leiden besonders ältere Menschen. Eine Pflegeexpertin erklärt, welche einfachen Maßnahmen helfen können.
Wien Heute
12.07.2026, 07:15
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Nachdem die ersten großen Hitzewelle gerade überstanden war, beginnen die Temperaturen in Österreich wieder in Richtung 30 zu steigen. Für viele ältere Menschen wird die Hitze zur echten Gefahr. Während Jüngere oft nur über schlaflose Nächte klagen, können hohe Temperaturen für Seniorinnen und Senioren ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

"Besonders stark betroffen sind Menschen mit Vorerkrankungen oder geschwächter Gesundheit", warnt die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin Beatrix. Sie begleitet als Beraterin bei der "Alles Clara"-App täglich pflegende Angehörige und Menschen in herausfordernden Pflegesituationen.

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Viel trinken; Sonnenschutz verwenden

Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Körper entlasten. "Wenn möglich, sollten Aktivitäten in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlegt werden", empfiehlt Beatrix. Besonders wichtig sei außerdem, ausreichend zu trinken. Wasser oder lauwarmer Tee seien die beste Wahl.

Auch der Sonnenschutz werde oft unterschätzt. "Wichtig ist für alle, auch an den Hautschutz zu denken und regelmäßig Sonnencreme aufzutragen – besonders auf exponierte Stellen wie Ohren, Nase und den Fußrücken, wenn wir offene Schuhe tragen."

Kühle Umschläge

Was viele nicht wissen: Mit zunehmendem Alter funktioniert die natürliche Kühlung des Körpers schlechter. Ältere Menschen schwitzen oft weniger und können Hitze deshalb schlechter ausgleichen.

Zur Abkühlung empfiehlt die Expertin einfache Hausmittel: kühle Umschläge auf Nacken, Armen oder Beinen oder ein lauwarmes Fußbad. Von Kühlakkus direkt auf der Haut rät sie jedoch dringend ab. Sie können die Haut schädigen.

Vorsicht bei Medikamenten!

Besondere Vorsicht gilt für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen – etwa gegen Bluthochdruck, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder entwässernde Medikamente. "Hitze kann die Wirkung verändern. Deshalb sollte mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden, ob Anpassungen notwendig sind", so Beatrix.

Kühle Wohnung, besserer Schlaf

Auch die eigenen vier Wände spielen eine wichtige Rolle. Leichte Kleidung, gut gelüftete Räume und atmungsaktive Bettwäsche können helfen, die heißen Nächte besser zu überstehen.

Warnzeichen niemals ignorieren

Kommt es plötzlich zu Verwirrtheit, Atemnot oder starken Blutdruckschwankungen, gilt: keine Zeit verlieren. Diese Beschwerden können auf einen medizinischen Notfall hinweisen. Dann muss sofort der Notruf verständigt werden.

App hilft pflegenden Angehörigen

Gerade pflegende Angehörige stehen in Hitzeperioden oft unter zusätzlichem Druck. Unterstützung und fachliche Beratung bietet unter anderem die Alles Clara-App, über die Betroffene schnell und unkompliziert mit Pflegeexpertinnen und Pflegeexperten in Kontakt treten können.

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