Kolumne LiebesLeben

Neue Nachrichten: So tückisch kann Texten sein

In der Kennenlernphase birgt schriftliches Flirten Stolperfallen. Was den einen zu schnell geht, dauert den anderen zu lang. Bis es endlich passt.
Sandra Kartik
12.08.2026, 06:00
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Im frühen Stadium des Textens sind die Regeln oft diffus. Wer macht den ersten Schritt? Wie geht es danach weiter? Wer schnell antwortet, hat entweder einen gesunden Zugang zur Kommunikation, der nicht von Spielchen geprägt ist. Oder ist einfach zu ungeduldig. Manchmal läuft man damit auch Gefahr, bedürftig und zu dringlich zu wirken.

Viel von sich preiszugeben, kann wahlweise Vertrauen schaffen oder überfordernd sein. Wer kaum etwas verrät oder sparsam schreibt, wirkt vielleicht im ersten Moment spannend. Bei genauerem Hinspüren ist es aber meist nur mangelndes Interesse.

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Der Interpretationsspielraum ist groß, schriftliches Flirten kann leicht falsch verstanden werden. Was meint er damit? Soll das lustig sein? Oder war die Nachricht eigentlich für eine Andere bestimmt? Ebenfalls unklar: Wie lange darf jemand für eine Antwort brauchen? Drei Tage sind zu lange, wenn das Gegenüber nicht gerade auf einer einsamen Insel gestrandet ist oder im Koma liegt, findet F. Man will nachfragen, aber nicht aufdringlich wirken. Man will nicht warten und checkt doch ständig das Handy. Wenn es dann aber wirklich zwischen zwei Menschen passt, gibt es keine Unklarheiten mehr. Dann versteht man sich endlich mühelos.

{title && {title} } sk, {title && {title} } 12.08.2026, 06:00
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