Wo regiert die Lust?

Studie enthüllt: Die Sex-Vorlieben der Österreicher

Die Österreicher lieben je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Parship Summer Love Report 2026.
Heute Life
10.08.2026, 04:35
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Wie zufrieden sind die Österreicher mit ihrem Sexleben? Wie oft wünschen sie sich Sex – und wie oft kommt es tatsächlich dazu?

Der aktuelle Parship Summer Love Report 2026 zeigt: Die meisten wissen zwar genau, was sie mögen, doch über ihre Wünsche zu sprechen, fällt vielen trotzdem schwer. Gleichzeitig gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen, den Altersgruppen und sogar den einzelnen Bundesländern.

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Für die repräsentative Studie wurden 1.069 Österreicher zwischen 18 und 75 Jahren befragt. Das Ergebnis: 90 Prozent geben an, ihre sexuellen Bedürfnisse genau zu kennen. Trotzdem sind 44 Prozent unangenehm berührt, wenn sie mit anderen darüber sprechen sollen. Insgesamt sagen 66 Prozent, dass sie mit ihrem Sexleben zufrieden sind.

Auch bei der Häufigkeit gibt es ein klares Bild. Rund 34 Prozent sind mindestens einmal pro Woche sexuell aktiv, weitere 20 Prozent zumindest einmal im Monat. Gleichzeitig wünschen sich deutlich mehr Menschen häufigeren Sex. 60 Prozent würden gerne wenigstens einmal pro Woche intim werden, 74 Prozent mindestens einmal im Monat.

Besonders groß ist die Lücke zwischen Wunsch und Realität bei den Männern. 73 Prozent wünschen sich Sex mindestens einmal pro Woche, tatsächlich erleben das aber nur 38 Prozent. Bei den Frauen fällt der Unterschied kleiner aus. Hier wünschen sich 47 Prozent wöchentlichen Sex, tatsächlich sind 30 Prozent so häufig sexuell aktiv.

Auffällig sind auch Unterschiede beim Blick auf Liebe und Sexualität. 55 Prozent der Männer halten guten Sex auch ohne Liebe für möglich. Bei den Frauen stimmen dieser Aussage nur 36 Prozent zu.

Parship-Psychologin Caroline Erb sieht darin nur einen Teil des Gesamtbildes. "Das eine ist die Quantität, das andere die Qualität und das Erkennen und Ansprechen eigener Wünsche und Bedürfnisse. Nähe, Verbundenheit, aber auch eine gewisse aufregende Spannung zwischen zwei Menschen sind gute Voraussetzungen, sich fallen lassen zu können und seine Wünsche realisieren zu können. Scham und Angst vor Ablehnung können das Ansprechen sexueller Bedürfnisse erschweren. Umso wichtiger erscheint es gut wahrzunehmen, was sich emotional und körperlich stimmig anfühlt, dann fällt auch eine offene Kommunikation darüber viel leichter."

Parship-Psychologin Caroline Erb: "Sexuelle Bedürfnisse können sich im Laufe des Lebens verändern.."
parship.at

Die Studie zeigt außerdem, dass viele Österreicher ihre Sexualität bewusst erleben. 56 Prozent sagen, sie könnten ihre Sexualität vollständig ausleben. 79 Prozent halten Selbstbefriedigung für wichtig, 72 Prozent legen Wert darauf, beim Sex selbst einen Orgasmus zu haben. Noch wichtiger ist den meisten allerdings das Wohl des Partners: 86 Prozent möchten, dass auch der oder die Liebste zum Höhepunkt kommt. Gleichzeitig nehmen acht von zehn Befragten kleine Pannen im Bett mit Humor.

Verbesserungsbedarf sehen viele beim Thema Aufklärung. Nur 50 Prozent fühlen sich rückblickend ausreichend über Sexualität informiert. 30 Prozent würden sich heute sogar mehr Wissen zu diesem Thema wünschen.

Interessant fällt auch der Vergleich der Altersgruppen aus. Menschen unter 40 haben zwar häufiger Sex als ältere Befragte, doch bei der Zufriedenheit gibt es praktisch keinen Unterschied. Sowohl Jüngere als auch Ältere kommen auf 66 Prozent Zufriedenheit.

Die Bundesländer im Vergleich

Laut Erb liegt das daran, dass viele Menschen mit zunehmendem Alter ihre eigenen Bedürfnisse besser kennen. "Mit den Jahren gewinnen viele Menschen mehr Klarheit über ihre eigene Sexualität. Sie wissen besser, was ihnen guttut und trauen sich eher, ihre Bedürfnisse zu äußern. Deshalb nimmt die sexuelle Zufriedenheit nicht automatisch mit dem Alter ab – auch dann nicht, wenn Sex seltener stattfindet. Sexuelle Bedürfnisse können sich im Laufe des Lebens verändern. Diese Veränderungen sind ein normaler Teil der persönlichen Entwicklung und können zu einer erfüllten Sexualität in jeder Lebensphase beitragen."

Auch regional gibt es spannende Unterschiede. In Kärnten kennen laut Studie mit 96 Prozent die meisten Menschen ihre sexuellen Bedürfnisse besonders gut. Die höchste Zufriedenheit mit dem eigenen Sexleben findet sich in Oberösterreich, wo 74 Prozent zufrieden sind.

In Niederösterreich fällt es den Menschen am schwersten, über ihre Wünsche zu sprechen – dort empfinden 51 Prozent solche Gespräche als unangenehm.

Die Salzburger legen mit 96 Prozent den größten Wert darauf, dass auch ihr Partner oder ihre Partnerin beim Sex einen Orgasmus erlebt. In der Steiermark klafft die größte Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit: 71 Prozent wünschen sich mindestens einmal pro Woche Sex, tatsächlich erleben das aber nur 38 Prozent.

Die Tiroler geben mit 64 Prozent am häufigsten an, ihre Sexualität vollständig auszuleben. Die Wiener fühlen sich zwar mit 60 Prozent am besten aufgeklärt, gleichzeitig möchten 36 Prozent trotzdem noch mehr über Sexualität erfahren.

Studieninfos: Die bevölkerungsrepräsentative Studie wurde im Auftrag der Dating-App Parship.at von Marketagent.com mittels Online Access Panel durchgeführt. Vom 18. Dezember 2025 bis 1. Jänner 2026 wurden 1.069 Personen im Alter zwischen 18 und 75 Jahren befragt, davon 667 Personen im Alter zwischen 40 und 75 Jahren.

{title && {title} } red, {title && {title} } 10.08.2026, 04:35