Die aktuellen Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) schockieren: In Niederösterreich haben 2025 circa 134.100 Menschen so schwere Verletzungen erlitten, dass sie in einem Krankenhaus stationäre beziehungsweise ambulante Behandlungen erhalten haben – ein Anstieg von zwei Prozent verglichen mit 2024.
Konkret bedeutet das: In Niederösterreich wird durchschnittlich alle vier Minuten eine Person schwer verletzt. Auf ganz Österreich bezogen sei zudem drastisch, wie sich die Unfallzahlen bei Personen im Seniorenalter entwickeln. Die Anzahl der "spitalsbehandelten Verletzten" ab 65 Jahren stieg im Vorjahr um fünf Prozent auf 266.100 Personen – ein neuer Höchststand.
Außerdem steige die Anzahl an älteren Personen in Österreich stets weiter an und somit auch die Unfall-Vorkommnisse in dieser Altersgruppe. Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) können mit vermehrter Prävention viel Leid und hohe Kosten vermieden werden.
KFV-Geschäftsführer Christian Schimanofsky hebt hervor, dass präventive Maßnahmen noch mehr auf ältere Personen ausgerichtet werden sollten: "Jeder Tag, den ein Mensch gesund und unfallfrei in den eigenen vier Wänden verbringen kann, bedeutet ein wertvolles Stück Lebensqualität für die Betroffenen und ihre Angehörigen. Zugleich ist jede Vorsorgemaßnahme ein wichtiger Schritt zur Entlastung der Pflegeeinrichtungen und des Gesundheitssystems in Österreich."
Niederösterreich, das flächenmäßig größte Bundesland, liegt mit 134.100 verletzten Personen auf dem dritten Platz. Die Millionenstadt Wien hat mit 160.300 Fällen die meisten Verletzten zu beklagen, gefolgt von Oberösterreich mit 140.800 Verletzten.