Jetzt ist alles unter Dach und Fach und es betrifft Tausende Supermarkt-Kunden: Spar übernimmt 23 Unimarkt-Filialen in der Steiermark (11), Oberösterreich (5), Niederösterreich (4), Salzburg (2) und im Burgenland (1). Die Bundeswettbewerbsbehörde und der Bundeskartellanwalt haben nach sechs Wochen Prüfung zugestimmt.
17 der Filialen müssen künftig von selbstständigen Spar-Kaufleuten betrieben werden. Viele bisherige Unimarkt-Betreiber sollen übernommen werden. Ziel: Nahversorgung sichern, Jobs erhalten. Spar-Chef Hans K. Reisch: "Wir freuen uns sehr, dass wir die neuen Kaufleute sowie neue Spar-Kolleginnen und Kollegen sehr herzlich bei Spar begrüßen können. Damit sichern wir die Nahversorgung in vielen Gemeinden Österreichs."
Auch Vorstand Marcus Wild zeigt sich stolz: "Die nun vorliegende positive Entscheidung ist das Ergebnis eines intensiven Prüfverfahrens und konstruktiver sowie verantwortungsvoller Gespräche."
18 der neuen Standorte sollen selbstständig geführt werden. Spar bringt sein komplettes Sortiment, inklusive Eigenmarken, in die neuen Läden.
Das Closing mit Unimarkt erfolgt in den nächsten Tagen, die Umstellung beginnt Mitte Februar. Bis Ende März sollen alle 23 Märkte auf Spar umgestellt sein.
In Oberösterreich bekommen gleich mehrere Orte neue Spar-Filialen: Gallneukirchen, Hagenberg, Hellmonsödt, Steyr-Christkindl und Windischgarsten. Besonders bei den Standorten in Gallneukirchen, Hagenberg und Hellmonsödt gibt es laut ORF OÖ die besondere Auflage. Dort müssen die Märkte für zehn beziehungsweise zwanzig Jahre von selbstständigen Spar-Kaufleuten geführt werden.
Diese Spar-Kaufleute dürfen Preise und das Sortiment zum Großteil selbst bestimmen. Damit will man erreichen, dass es innerhalb der Spar-Gruppe echten Wettbewerb gibt und regionale Lieferanten weiterhin zum Zug kommen.
Für Gallneukirchen und Hellmonsödt gilt außerdem ein Übernahmeverbot für die nächsten 20 Jahre. Das heißt, Spar darf im Umkreis von fünf Autominuten kein weiteres Lebensmittelgeschäft übernehmen – auch dann nicht, wenn es sich um sehr kleine Läden handelt, die eigentlich nicht in den Aufgabenbereich der Wettbewerbsbehörde fallen würden.
Der Lebensmittelhändler Unimarkt aus Traun hatte bereits im September 2025 angekündigt, sich zurückzuziehen. Einige Geschäfte sind schon geschlossen.
Die Rewe-Gruppe möchte insgesamt 21 der mehr als 90 Unimarkt-Standorte übernehmen – davon 13 in Oberösterreich, sechs in der Steiermark und zwei in Niederösterreich. Die Entscheidung der Bundeswettbewerbsbehörde dazu wird voraussichtlich in Kürze bekannt gegeben.