Brisante Enthüllungen

Neue Spur führt zu IS-Verwandten des CSD-Attentäters

Neue Details im Fall des Berliner Terroranschlags: Zwei Cousins des mutmaßlichen Attentäters Abdul B. sollen dem IS angehört haben.
Newsdesk Heute
28.07.2026, 16:58
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Nach dem Terroranschlag im Berliner Tiergarten arbeiten die Ermittler weiter die Vergangenheit des mutmaßlichen Täters Abdul B. auf. Nun berichtet die "ZEIT" unter Berufung auf Unterlagen libanesischer Behörden, dass zwei Cousins des 21-Jährigen der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angehört haben sollen.

Aus den Dokumenten geht hervor, dass Abdul B. bereits im Juli 2025 im Libanon wegen Terrorverdachts festgenommen worden war. In einem später an den deutschen Bundesnachrichtendienst (BND) übermittelten Ermittlungsbericht heißt es, der Verdächtige habe über einen Messenger-Dienst Kontakt zu mutmaßlichen IS-Funktionären gesucht. Dabei soll er Unterstützung für eine Reise nach Syrien erbeten und erklärt haben, "dass er von seinen zwei Cousins, dem in den Reihen des IS gestorbenen Libanesen Abu Bilal und dem zurzeit im Irak in Haft sitzenden Muhammad, empfohlen worden sei".

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Verwandtschaft laut Ermittlungsakten bestätigt

Nach Einschätzung der libanesischen Ermittler handelte es sich dabei nicht um eine erfundene Geschichte. Den Akten zufolge konnten die Behörden die beiden Männer als Söhne der Schwester von Abdul B.s Vater identifizieren. Diese Schwester, Hanan, ist mit Omar Bakri Fustuq verheiratet.

Fustuq, der unter dem Namen Omar Bakri Muhammad international bekannt wurde, zählt zu den prominentesten Figuren des islamistischen Extremismus. Von Großbritannien aus soll er über Jahre Anhänger für Al-Kaida und andere Terrororganisationen radikalisiert haben. Die Attentäter vom 11. September 2001 bezeichnete er als "die großartigen 19". Britische Boulevardmedien nannten ihn deshalb "Ajatollah Tottenham". Bis 2023 verbüßte er eine Haftstrafe im Libanon.

Foto von Cousin als WhatsApp-Status

Britischen Medien zufolge gehörten zwei Söhne Fustuqs dem IS an. Bilal kam demnach 2015 im Irak ums Leben. Über Mohammad gibt es widersprüchliche Berichte: Während einige Medien seinen Tod bei Kämpfen in Aleppo meldeten, berichten andere von einer Festnahme durch kurdische SDF-Milizen.

Auch deutsche Ermittler fanden einen weiteren Hinweis: Abdul B. soll am 28. Oktober 2024 ein Foto seines Cousins Bilal als WhatsApp-Status veröffentlicht haben – mutmaßlich als Gedenken an ihn. Ob sich Abdul B. und seine beiden Cousins persönlich kannten, ist laut ZEIT bislang nicht geklärt.

{title && {title} } red, {title && {title} } 28.07.2026, 16:58