Fast 30 Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden von Deborah Sassen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft in Nordrhein-Westfalen neuen Hinweisen nach. Die Ermittler haben am Montag in Düsseldorf mehrere Objekte durchsucht. Dabei wurden mögliche Beweise sichergestellt, die aktuell noch ausgewertet werden.
Laut der deutschen Zeitung "Bild" gibt es offenbar einen Mann, der bisher nicht im Fokus der Ermittlungen stand. Dieser soll laut Bericht schon 1996 Zugang zu den jetzt durchsuchten Häusern gehabt haben.
Die Kriminalpolizei bittet weiterhin dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Auch scheinbar unwichtige Beobachtungen könnten entscheidend sein. Wer etwas weiß, soll sich beim Kriminalkommissariat 11 unter der Nummer 0211 870 0 melden.
Am 13. Februar 1996 verschwand Deborah Sassen. Sie war damals gerade einmal acht Jahre alt. An diesem Tag ging sie wie gewohnt in die Schule, doch auf dem Heimweg – rund ein Kilometer – verliert sich jede Spur. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass Debbie Opfer eines Gewaltverbrechens oder Mordes wurde. Das wurde bereits im Februar des Vorjahres in einer Mitteilung bestätigt.