Ab Jänner 2027 wird es für Verkehrssünder deutlich teurer. Die Bundesregierung erhöht zahlreiche Verkehrsdelikte und vereinheitlicht die Anonymverfügungen – für Wiens Auto- und Motorradfahrer bedeutet das: Wer sich nicht an die Regeln hält, muss künftig deutlich tiefer in die Tasche greifen.
Ab dem kommenden Jahr gelten österreichweit neue Strafsätze für zahlreiche Verkehrsdelikte. Neu ist dabei vor allem die bundesweite Vereinheitlichung der Anonymverfügungen. Damit spielt es künftig keine Rolle mehr, in welchem Bundesland ein Verstoß begangen wird.
"Künftig macht es keinen Unterschied mehr, ob man in Wien oder Vorarlberg zu schnell fährt. Für denselben Tatbestand gibt es dieselbe Strafe", erklärte Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) im "Heute"-Interview.
Wer im Ortsgebiet das Tempolimit von 50 km/h überschreitet, muss künftig mit folgenden Strafen rechnen:
Fehlende Kurzparknachweise oder die Überschreitung der Parkzeit bzw. falsches Aufrunden kostet künftig 60 Euro. Auch das falsche Anbringen eines Parkscheins oder eine unrichtige Zeiteinstellung kostet künftig 60 Euro.
"Heute" fragte bei der Stadt Wien nach, was das für Wiens Autofahrer bedeutet. Seitens der MA 67 (Parkraumüberwachung) heißt es, dass das Parkometergesetz in Wien von den Neuerungen unberührt bleibt. "Mit Stand heute liegen uns keine Informationen vor, dass das Organmandat von derzeit 50 Euro erhöht wird", so ein Sprecher gegenüber "Heute".
Der ÖAMTC bewertet die österreichweit einheitlichen Strafen grundsätzlich positiv. Chefjurist Martin Hoffer spricht von einem "sinnvollen und längst überfälligen Schritt".
Kritisch sieht der Autofahrerclub jedoch die Höhe der Erhöhungen. Diese lägen "deutlich über der Inflationsrate". Budgetäre Ziele über höhere Verkehrsstrafen erreichen zu wollen, sei laut Hoffer "weder realistisch noch redlich".