Der neue Madring gilt schon vor seiner Formel-1-Premiere als echte Herausforderung – und jetzt hat die Strecke ihren ersten heftigen Unfall gefordert.
Im ersten Freien Training der Formel 2 am Freitag verlor Tasanapol Inthraphuvasak die Kontrolle über seinen Boliden. Ausgangs der schnellen Kurve 19 krachte der 20-Jährige mit großer Wucht rückwärts in die Streckenbegrenzung.
Der Wagen wurde beim Einschlag schwer beschädigt. Inthraphuvasak hatte Glück im Unglück und konnte sein Auto selbstständig verlassen. Kurz darauf wurde die Situation noch einmal brenzlig. Der beschädigte Rennwagen fing Feuer, schwarzer Rauch stieg von der Unfallstelle auf.
Streckenposten versuchten zunächst durch den Zaun, die Flammen mit einem Wasserschlauch unter Kontrolle zu bringen. Schließlich kam auch ein Feuerlöscher zum Einsatz. Wegen des Crashs und der anschließenden Aufräumarbeiten musste die Session längere Zeit unterbrochen werden.
Damit zeigte die neue Strecke schon früh, warum sie bei den Piloten höchste Konzentration verlangt. Der Kurs rund um das Messegelände der spanischen Hauptstadt feiert an diesem Wochenende seine Premiere im Formel-1-Kalender.
Vor allem die schnellen Kurvenkombinationen gelten als anspruchsvoll. Dazu kommen Passagen mit eingeschränkter Sicht, in denen die Fahrer nur schwer erkennen können, was vor ihnen passiert.
Auch Platz für Fehler gibt es kaum. Auf Teilen des Madrings fehlen großzügige Auslaufzonen – wer die Kontrolle verliert, landet schnell in der Streckenbegrenzung. Der erste heftige Crash des Wochenendes ließ jedenfalls nicht lange auf sich warten.