Das neue Teilstück ist der erste Schritt zu einem größeren Vorhaben, das in mehreren Etappen bis zum ehemaligen Gasthaus Singerin verlängert werden soll. Insgesamt entsteht so eine etwa 8,5 Kilometer lange, sichere Verbindung für Fußgänger durchs Höllental.
Die Naturfreunde Hirschwang-Reichenau arbeiten bereits seit sieben Jahren unter der Leitung von Hubert Prigl mit viel Einsatz an der Umsetzung, wie es in einer Aussendung heißt.
Am 19. Oktober wurde der neue Weg feierlich eröffnet. Zahlreiche Ehrengäste waren dabei, darunter Andreas Schieder, Vorsitzender der Naturfreunde Österreich, Jürgen Czernohorszky als Klimastadtrat der Stadt Wien, Landesleiter der Bergrettung NÖ/Wien und Bundesrat Karl Weber in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die Bürgermeister Johann Döller (Reichenau), Peter Lepkowicz (Schwarzau im Gebirge) und Jochen Bous (Payerbach), Karin Scheele (Naturfreunde Niederösterreich), Rudolf Schicker (Naturfreunde Wien), Regina Hrbek (Naturfreunde Hirschwang-Reichenau und Naturfreunde Österreich) sowie Hubert Prigl und Barbara Riegler von ecoplus.
Andreas Schieder zeigte sich bei der Eröffnung stolz auf das Team und hob die Bedeutung des Ehrenamts hervor: "Seit vielen Jahren engagieren sich die Naturfreunde für diesen Weg – jetzt ist es endlich so weit. Dazu können wir alle nur gratulieren. Dieses Projekt zeigt, was engagierte Ehrenamtliche mit Herzblut und Teamgeist schaffen können. Sie haben in ihrer Freizeit selbst mitgearbeitet und werden den Weg künftig auch warten und betreuen. Auch dieses Fest ist ja nur durch den Einsatz vieler Freiwilliger möglich."
Jürgen Czernohorszky betonte als Vertreter der Stadt Wien: "Natur erleben und schützen gehören zusammen. Der Flusswanderweg liegt im Quellschutzgebiet, deswegen legen wir hier besonderes Augenmerk auf Wasserschutz. Die Umsetzung ist ein gutes Beispiel für gelenkten, sanften Tourismus, der Natur- und Trinkwasserschutz berücksichtigt."
Karl Weber unterstrich als Landesleiter der Bergrettung: "Dieser Weg ist eine Investition in die Sicherheit der Wanderinnen und Wanderer. Ich bin beeindruckt von der Umsetzung. Dieses Projekt setzt wertvolle Impulse für die Region, für Freizeit, Tourismus und die lokale Wirtschaft."
Projektinitiator Hubert Prigl, dem von allen Rednern für seine Ausdauer gedankt wurde, hatte die Idee zu diesem Weg schon vor mehr als zehn Jahren. In seiner Ansprache widmete er sich besonders den Freiwilligen und Unterstützern: "Ohne die Förderstellen, Spenderinnen und Spender sowie die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer vor Ort, in Wien, Niederösterreich und bis nach Oberösterreich wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Allen Weggefährtinnen und Weggefährten danke ich von Herzen ganz persönlich."
Finanziert wurde das Projekt durch ecoplus, die Stadt Wien als Grundeigentümerin, die Naturfreunde und viele private Spender. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 800.000 Euro, ein Großteil davon wird durch öffentliche Förderungen gedeckt.
Mit der Eröffnung des neuen Flusswanderwegs ist schon der Großteil der Strecke für Wanderbegeisterte begehbar. Drei kleinere Abschnitte sind noch in Arbeit. Auf den 2,4 Kilometern fehlen derzeit noch rund 60 Meter Metallarbeiten bei den Stiegen. Etwa 600 Meter müssen aktuell noch auf der Straße zurückgelegt werden. Bis Ende November sollen die restlichen Arbeiten abgeschlossen sein. Dann kann man durchgehend von Kaiserbrunn bis zum Weichtalhaus unterwegs sein.
Mit diesem ersten Abschnitt sei ein wichtiger Schritt gelungen, der Sicherheit, Umweltbewusstsein und regionale Wertschöpfung verbindet – "ein echtes Vorzeigeprojekt für nachhaltigen Tourismus im Höllental", heißt es.