Neuer Lockdown? An diesem Tag muss Kurz entscheiden

Bundeskanzler Sebastian Kurz wird am 15. März über das weitere Vorgehen entscheiden.
Bundeskanzler Sebastian Kurz wird am 15. März über das weitere Vorgehen entscheiden.Tobias Steinmaurer, Florian Schroetter / EXPA / picturedesk.com; "Heute"-Montage
Der 15. März ist der Tag der Entscheidung. Am Montag wird die Regierung bei einem großen Gipfeltreffen über das weitere Corona-Vorgehen beraten.

Vorarlberg öffnet streng reguliert im Testbetrieb Gastronomie, auch Veranstaltungen mit maximal 100 Besuchern werden wieder möglich. Mit Argusaugen beobachtet die Bundesregierung aber nicht nur die Entwicklung in der "Modellregion", sondern auch im Rest des Landes.

Die Corona-Zahlen steigen dank der Ausbreitung der Briten-Mutation B.1.1.7 stetig an. Am heutigen Mittwoch wurden neuerlich 2.528 Neuinfektionen und 19 Todesfälle registriert. Sollten die Zahlen weiter steigen, dann werde man "die Welle vor dem April brechen müssen", erklärte der Simulationsforscher Niki Popper gegenüber der "Kronen Zeitung".

Er mahnt zur Vorsicht und Einhaltung der Corona-Maßnahmen: "Kommen wir mit niedrigen Zahlen in den Frühling nach Ostern, wird uns die Saisonalität entlasten, und es gibt etwas Zeit zu überlegen, wie man mit Mutationen und Co. weiter umgeht".

Neuer Lockdown?

Am Montag wird die Lage und auch die bisherigen Öffnungsschritte bei einem großen Gipfeltreffen mit Experten, Oppositionsparteien und Landeshauptleuten im Bundeskanzleramt deshalb neu evaluiert. Viele Gastronomen zittern: Fällt jetzt vielleicht die für 27. März geplante Schanigarten-Öffnung doch noch flach? Angesichts der steigenden Zahlen werden auch die Gerüchte um einen weiteren Lockdown immer lauter. Doch wie realistisch ist dieser wirklich?

Via Facebook gab Bundeskanzler Sebastian Kurz heute ein Bekenntnis zu den Öffnungen ab: "Ein durchgehender Lockdown würde zwar niedrige Zahlen bedeuten, aber auch eine hohe psychische Belastung & einen maximalen wirtschaftlichen Schaden". Und weiter: "Aus diesem Grund stehen wir klar für ein gesundes Verhältnis zwischen möglichen Freiheiten & den nötigen Einschränkungen zur Sicherheit unserer Gesundheit".

Finanzspritze

Wie auch immer die Entscheidung am Montag ausfallen wird, schon jetzt hat die Regierung den durch die Pandemie schwer getroffenen Unternehmen und Arbeitnehmern weitere Finanzhilfen in Aussicht gestellt. "Wir lassen Betriebe und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht im Stich", erklärte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger bei der Pressekonferenz im Anschluss an den heutigen Ministerrat. 

Dabei wurden Unterstützungsmaßnahmen vorgestellt, die in hohem Ausmaß der Gastronomie sowie der Tourismus- und Freizeitwirtschaft helfen sollen. Das Paket enthält unter anderem einen Kurzarbeitsbonus für Betriebe und Trinkgeldersatz für Mitarbeiter, eine Verdoppelung des Ausfallsbonus für März sowie eine Gastgärtenförderung für Investitionen.

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