Neuer ORF-Boss lässt sich "von niemandem hineinreden"

Roland Weißmann wurde am Dienstag zum nächsten ORF-Generaldirektor gewählt.
Roland Weißmann wurde am Dienstag zum nächsten ORF-Generaldirektor gewählt.ROLAND SCHLAGER / APA / picturedesk.com
Roland Weißmann wurde am Dienstag zum nächsten ORF-Generaldirektor gewählt. Damit löst er Alexander Wrabetz an der ORF-Spitze ab.

Roland Weißmann, derzeit Vize-Finanzchef im ORF, ist am Dienstag vom Stiftungsrat zum nächsten ORF-Generaldirektor gewählt worden. Insgesamt 24 der 35 Stiftungsräte stimmten für den gebürtigen Linzer, der ab 1. Jänner 2022 das größte Medienunternehmen Österreichs leiten und Alexander Wrabetz an der ORF-Spitze ablösen wird.

In seiner ersten Stellungnahme nach der Wahl bedankte sich der nächste ORF-Chef für das "große Vertrauen", das ihm entgegen gebracht wurde. Sein Vorgänger Wrabetz habe ihm ein "gutbestelltes Haus" übergeben, ab Mittwoch möchte er mit dem amtierenden ORF-Boss "auf Augenhöhe" zusammenarbeiten.

"Unabhängigkeit und Objektivität"

Auch Mittwochmorgen gab es im Ö1-"Morgenjournal" ein Statement des neu gewählten Generaldirektors. Gleich zu Beginn erklärte er, dass für ihn beim ORF "Unabhängigkeit und Objektivität" an erster Stelle kommen und er seinem Team verordnen werde, diese Werte stets zu wahren. 

"Da lassen wir uns von niemandem hineinreden."

Hinsichtlich gewisser "Sondersendungen" mit dem Bundeskanzler – wie etwa einer "Sonder-ZiB" – sagte er, dass dies nicht von ihm abhänge. "Wenn es der Vorschlag der Redaktion ist, habe ich dagegen nichts einzuwenden. Ist auch nicht meine Aufgabe", so Weißmann. Die Redaktion sei weisungsfrei und entscheide selber über solche Dinge. Sollte dies als notwendig erachtet werden, könne es durchaus sein, dass es solche "Sondersendungen" gibt. 

Weißmann und die ÖVP

Angesprochen wurde er ebenfalls auf das "engere Verhältnis" zu der ÖVP. In seinen Augen sei dies ganz normal, dass man sich als ORF-Mitarbeiter "immer wieder auch mit Stiftungsräten austauscht und darüber auch mit vielen Stakeholdern in diesem Themenbereich". An dieser Stelle betonte er aber, dass es einen feinen Unterschied gebe: "Man darf etwas besprechen, aber nie absprechen."

"Man darf etwas besprechen, aber nie absprechen."

Demnach führe er zwar "viele Gespräche", Absprachen gebe es allerdings keine. 

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