PC-Besitzer kennen das Problem: DDR5-Arbeitsspeicher ist in den letzten sieben Monaten extrem teuer geworden. Grund dafür ist der KI-Hype - Rechenzentren kaufen riesige Mengen an Speicherchips zu fast jedem Preis auf. Die Folge: Manche DDR5-Module kosten mittlerweile viermal so viel wie noch vor Kurzem.
Jetzt haben sich der taiwanesische Mainboard-Hersteller Asrock, der Speicherproduzent Teamgroup und Intel zusammengetan, um eine Lösung anzubieten.
Wie heise.de berichtet, setzt die neue HUDIMM-Technologie auf einen cleveren Trick: Statt zwei Subkanälen verwenden die Module nur einen. Das bedeutet: Für die gleiche Speicherkapazität werden nur halb so viele Chips verbaut. Weniger Chips, einfachere Platinen - und damit geringere Kosten.
Die gute Nachricht: HUDIMMs passen in die gleichen Steckplätze wie bisherige DDR5-Module und funktionieren mit allen aktuellen Intel-Prozessoren der Chipsatz-Serien 600, 700 und 800.
Der Haken: Durch den wegfallenden zweiten Subkanal könnte die Geschwindigkeit etwas leiden. Für Gaming-PCs ist das möglicherweise ein Problem. Für normale Bürorechner, bei denen die Speicherkapazität wichtiger ist als maximale Performance, könnten HUDIMMs aber eine echte Alternative sein.
Wann die neuen Module auf den Markt kommen und was sie kosten werden, haben die Hersteller noch nicht verraten. Besitzer von Asrock-Mainboards werden ein Firmware-Update benötigen, um die HUDIMMs nutzen zu können.