Die Ära Franco Foda ist vorbei. Am Dienstag verabschiedete sich der scheidende Teamchef im karg besuchten Wiener Ernst-Happel-Stadion mit einem 2:2-Testremis gegen Schottland.
Die Suche nach dem passenden Nachfolger läuft im ÖFB auf Hochtouren. Sportdirektor Peter Schöttel ließ sich bisher noch nicht in die Karten blicken. Am Dienstag sickerte bereits durch, dass mit Niko Kovac der erste Top-Kandidat trotz ÖFB-Interesse abgesagt hat.
Für viele Experten gilt Peter Stöger als der aussichtsreichste Kandidat auf den Job. Der ehemalige Top-Spieler war nach seiner Karriere Meister-Trainer der Wiener Austria, brachte den FC Köln zurück in die deutsche Bundesliga und im Jahr darauf in den Europacup, trainierte Borussia Dortmund.
Jetzt ist er ohne Job, ein Engagement wäre also im Gegensatz zu seinen Landsmännern Ralph Hasenhüttl (Southampton), Adi Hütter (Gladbach), Oliver Glasner (Frankfurt) unkompliziert.
Was sagt Peter Stöger? Im Rahmen eines Trainerseminars in Zürs, wo Stöger als Gastreferent teilnahm, äußerte er sich nun zur Causa: "Ich bitte um Verständnis, aber ich will mich derzeit dazu absolut nicht äußern. Aber jeder weiß, dass Fußball mein Leben ist. Deshalb freue ich mich, dass ich für Sky als Experte analysieren darf."
Kein Dementi, aber auch keine klare Ansage.
Stöger weiter: "Ich habe in meiner Karriere eigentlich alles erreicht. Sowohl als Spieler als auch als Trainer. Ich habe Regionalligateams trainiert, Mannschaften betreut, die gegen den Abstieg kämpften, bin Meister mit der Austria geworden, war in der deutschen Bundesliga bei Köln und Dortmund. Ich bin durchaus zufrieden."
Viele Fans wünschen sich Stöger als nächsten Teamchef. Es gibt aber auch schon erste Stimmen, die ihm skeptisch gegenüberstehen. Ex-Teamspieler Florian Klein gibt zu bedenken, dass seine Idee vom Fußball ähnlich wie bei Foda nicht zum Spielermaterial passe.