In Rumänien

Neues Asylsystem: "Heute" zu Besuch an EU-Außengrenze

Eine OÖ-Delegation um Integrationslandesrat Christian Dörfel reiste nach Temeswar und weiter zur EU-Außengrenze nach Serbien. "Heute" ist dabei.
Lea Strauch
23.04.2026, 04:00
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"Als hätte man Budapest die Luft herausgelassen", schreibt ein Reiseführer über die westrumänische Stadt Temeswar. Dabei wirkt es vor Ort eher, als würde hier wieder Luft hineingepumpt: Baustellen an fast jeder Ecke, neue Grünanlagen.

Mittendrin: "Heute" – mit einer Delegation aus OÖ rund um Integrationslandesrat Christian Dörfel (ÖVP). Gekommen ist die Delegation aber, um gleich wieder rauszufahren – Richtung EU-Außengrenze zu Serbien.

Landesrat Christian Dörfel (re.) mit dem Leiter der Grenzpolizei, Nelu-Gabi Paraschiv.
Land OÖ/Schachner

Als Teil der Westbalkanroute ist Rumänien für Dörfel ein "Schlüsselland" in der europäischen Migrationspolitik, die auch OÖ betrifft. Mit dem Gemeinsamen Europäischen Asylsystem (GEAS), das ab Mitte des Jahres umgesetzt wird, soll genau hier angesetzt werden: schnellere Verfahren, strengere Kontrollen und mehr Zusammenarbeit.

Das neue Gemeinsame Europäische Asylsystem (GEAS) tritt am 12. Juni 2026 in Kraft und bringt strengere Regeln für Asylverfahren in der EU. Vorgesehen sind verpflichtende Vorab-Screenings mit Sicherheits- und Gesundheitschecks sowie beschleunigte Verfahren direkt an den Außengrenzen, vor allem für Personen mit geringer Anerkennungschance, die dort bis zu zwölf Wochen festgehalten werden können. Ziel ist ein besserer Schutz der EU-Außengrenzen, schnellere Entscheidungen und raschere Rückführungen. Gleichzeitig soll ein Solidaritätsmechanismus für eine gerechtere Verteilung sorgen: Mitgliedsstaaten müssen entweder Asylsuchende aufnehmen oder finanziell beitragen. Zudem wird die Eurodac-Datenbank ausgebaut und die Zuständigkeiten innerhalb der EU klarer geregelt.

Schon jetzt arbeitet die Grenzpolizei in Temeswar mit Leiter Nelu-Gabi Paraschiv extrem effektiv: "Die Erfahrungen Rumäniens zeigen, wie wichtig funktionierende Systeme an den EU-Außengrenzen sind", sagt Dörfel.

Neues System

Ein weiterer Programmpunkt führte am Mittwoch in das Emergency Transit Center (ein Unterkunftszentrum für besonders gefährdete Asylsuchende), sowie ein staatliches Asylzentrum in der 250.000-Einwohner-Stadt. Von hier aus werden Menschen in ein System eingebunden, das künftig schneller funktionieren soll.

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