In Salzburg ist seit Montag 5.00 Uhr die Neutor-Sperre in Kraft. Pkws, Motorräder und Busse dürfen die Mönchsberg-Durchfahrt nicht mehr nutzen – bis Frühling 2027. Es wurden Absperrungen aufgestellt, wie Bilder zeigen.
Wie der "ORF Salzburg" berichtet, können Fußgänger das Neutor auch während der Sperre passieren. Auch für Fahrradfahrer hätte es eine Ausnahmeregelung geben sollen. So wurde angekündigt, dass man vom Herbert-von-Karajan-Platz in Richtung Salzburg-Riedenburg weiter fahren könne. Stadteinwärts muss geschoben werden.
Laut dem Bericht müssen Radfahrer nun jedoch in beide Richtungen schieben. Dies wurde mittels Hinweisschildern kommuniziert. Vom Bauprojektleiter der Salzburger Festspiele, Michael Brandauer, wurde dies mit den beengten Platzverhältnissen begründet.
Zudem sollte ein striktes Durchfahrtsverbot am Ferdinand-Hanusch-Platz und der Müllner-Hauptstraße verhindern, dass die Altstadt zur Ausweichroute wird. So wollte man gewährleisten, dass Linien-Busse ungehindert über den Müllnerhügel fahren können.
Ein anwesender Fotograf berichtete jedoch davon, dass es diesbezüglich zu Problemen kam. Demnach hätten sich die Busse – "besonders in Richtung Stadtauswärts" – gestaut. Zeitweise seien "bis zu 15 Busse in 3er- bis 4er-Gruppen gleichzeitig im Stau auf der Ausweichroute" gestanden. Der restliche Pkw und Lkw Verkehr auf den Ausweichstrecken habe sich in Grenzen gehalten.
Laut dem "ORF"-Bericht soll die Komplettsperre sieben Monate bis zum März 2027 dauern. Danach soll der Tunnel bis August 2030 einspurig befahrbar sein. Seitens der Stadt wolle man die Bevölkerung in dieser Zeit zum Umsteigen auf die Öffis motivieren.
Dazu werden ab Montag kostenlos 20.000 Schnupper-Tickets verteilt. Diese sind ab 8.30 Uhr im Stadtservice im Schloss Mirabell und ab 10.00 Uhr in der Stadtbibliothek im Stadtteil Lehen erhältlich. Das Angebot besteht, solange der Vorrat reicht.