Österreich startet ins WM-Jahr – und sorgt gleich für Gesprächsstoff. Vor den Testspielen gegen Ghana und Südkorea hat der ÖFB gemeinsam mit Puma das neue Auswärtstrikot präsentiert.
Für Wirbel sorgt dabei ein Detail. Auf den offiziellen Bildern ist auch Leopold Querfeld zu sehen – obwohl er aktuell gar nicht im Kader von Teamchef Ralf Rangnick steht. Der Innenverteidiger von Union Berlin aus der deutschen Bundesliga gehört zu den Leistungsträgern seines Klubs, wurde diesmal aber nicht einberufen. Rangnick erklärte: "Es ist so, dass wir Leo schon in- und auswendig kennen. Wir hatten ihn in den letzten Lehrgängen immer dabei und haben natürlich auch seine Spiele bei Union gesehen."
Stattdessen wurde David Affengruber erstmals nominiert. Rangnick dazu: "Affengruber kennen wir überhaupt noch nicht. Wir haben jetzt entschieden, ihn uns anzusehen, was aber kein Indiz auf eine WM-Nominierung ist." Querfeld steht aktuell nur auf Abruf – und ist trotzdem Teil der Kampagne. Ganz zufällig dürfte das nicht sein. Der 22-Jährige stammt aus einer echten Kaffeehaus-Familie. Zu den Betrieben seiner Familie zählt auch das traditionsreiche Café Landtmann in Wien neben dem Burgtheater.
Das neue Shirt ist nämlich eine Hommage an die heimische Kaffeehauskultur. Beim Fotoshooting sitzen die Teamspieler mit Kaffeetassen da, lesen Zeitung oder spielen Karten. Die Eleganz des Kaffeehauses soll mit der Dynamik des Fußballs verbunden werden. Auffällig ist das Design. Das Trikot kommt in Weiß, dazu türkis- und pinkfarbene Akzente sowie goldene Linien. Laut ÖFB und Ausrüster soll der Look an Jugendstil, Marmormuster und klassische Wiener Ästhetik erinnern. Auch das Leitmotiv "For the Love of the Shirt" bleibt Teil der Kollektion.
ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold unterstreicht die Idee hinter dem neuen Look: "Für den ÖFB steht bei diesem Auswärtstrikot die klare Verbindung von Leistung, Identität und Wiedererkennbarkeit im Vordergrund. Gemeinsam mit Puma haben wir ein Trikot entwickelt, das unsere Nationalteams optimal unterstützt, unsere Kultur reflektiert transportiert und zugleich einen eigenständigen österreichischen Zugang sichtbar macht." Mit dem neuen Trikot will der Verband nicht nur sportlich, sondern auch optisch ein Statement setzen – und die österreichische Identität klar in den Mittelpunkt rücken.