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Nico Rosberg rast zur Pole-Position in Bahrain

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:39

Nico Rosberg sorgte auch im dritten Formel 1-Rennen der Saison für eine Mercedes-Pole Position. Der Deutsche war vor Teamkollege Lewis Hamilton in Bahrain Schnellster des Qualifyings, in dem Daniel Ricciardo im Red Bull Dritter wurde und sein Teamkollege Sebastian Vettel vorzeitig ausschied. Ricciardo muss in der Startaufstellung aber zehn Plätze zurück.

vorzeitig ausschied. Ricciardo muss in der Startaufstellung aber zehn Plätze zurück.

Eine bezeichnende Situation für das Weltmeisterteam Red Bull, das aktuell vor allem mit Softwareproblemen kämpft und um den Anschluss kämpft. Während Ricciardo erstmals unter Flutlicht auf dem Bahrain International Circuit mit den dominierenden Mercedes wenigstens halbwegs mithalten konnte, wurde Vettel schon im letzten freien Training von den Problemen eingeholt.

Nach einem unerwarteten Kraftschub aus dem Triebwerk drehte sich der Vierfach-Weltmeister und musste vorzeitig abbrechen. Das wirkte sich auch auf das anschließende Qualifying aus. Denn die "Harakiri-Aufgabe", das Auto fahrbarer zu machen, gelang nicht.

Vettel nur auf Platz 11

"Gestern sah es noch ganz gut aus, aber heute Mittag dann schon nicht mehr. So hat es eben nicht gereicht", grummelte Vettel nach Platz elf im dreiteiligen Zeitfahren um die Plätze in der Startaufstellung. "Es war kein einfacher Tag, ich konnte nicht so viel aus dem Auto rausziehen." Bahrain sei eine absolute Powerstrecke. "Aber in Renntrimm ist einiges drin und der Extrasatz Reifen sollte helfen", gab sich der Vierfach-Champ doch ein wenig zuversichtlich.

Die Startaufstellung hat in Bahrain ein von Mercedes dominiertes Aussehen. Hinter Rosberg und Hamilton stehen mit Valtteri Bottas (Williams) und Sergio Perez (Force India) zwei junge Fahrer, deren Autos ebenfalls Mercedes-Antrieb haben. Erst dann folgt als Fünfter mit Kimi Räikkönen ein Ferrari, der Finne ist der einzige Pilot unter den Top Acht ohne Mercedes-Antriebsstrang.

Bahrain erstmals als Nachtrennen

Vettel, als Zweiter noch in Reihe eins, wird wohl nur als Zehnter los fahren. Auch in Australien hatte Vettel den Kampf um die Pole verpasst. Der Grand Prix am persischen Golf wird am Sonntag erstmals als Nachtrennen ausgetragen, was dem Rennen in der Steinwüste von Sakhir auch in Zukunft sehr gut tun wird. Die TV-Bilder sind beeindruckend und weil in Bahrain "Sonntag" Arbeitstag ist, kommen am Abend auch wesentlich mehr Fans.

Vettels deutscher Landsmann Rosberg geht von ganz vorne in den Flutlicht-GP. Besser kann man einen 150. Grand Prix nicht beginnen. "Ich freue mich natürlich total. Aber morgen wird das ein ganz anderes Spiel", freute sich der nach zwei WM-Läufen mit 43 Punkten klar vor Hamilton (25) führende Weltmeister-Sohn über seine insgesamt fünfte Pole. 2013 hat es aber trotz bester Ausgangslage mit dem erhofften Sieg nicht geklappt.

Ricciardo muss zehn Plätze zurück

Doch unter den neuen Regeln hat sich vieles geändert. Das meiste davon zugunsten von Mercedes, das zur neuen Führungskraft geworden ist. Unerwartet kam nur, dass im Qualifying Rosberg schneller war als Hamilton. Der Engländer hatte zuvor alle drei Trainings in Bahrain dominiert, verpasste dann aber um knapp drei Zehntel den "Pole-Hattrick" in dieser Saison.

Daniel Ricciardo fehlte auf Rosberg schon fast eine Sekunde. Er verliert zehn Plätze, weil er in Malaysia mit einem nicht komplett angeschraubten Rad losgefahren war. Sauber-Pilot Adrian Sutil muss vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Die Rennkommissare verurteilten den Deutschen am Samstag wegen Behinderung von Lotus-Fahrer Romain Grosjean während des Qualifyings zu einer Versetzung von fünf Rängen sowie zwei Strafpunkten. Sutil war 18. geworden. Da es nur 22 Startplätze gibt, muss er nur vier Plätze zurück.

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