Nico Rosberg versenkte Spielberg-Pole im Kiesbett

Mit zwei kuriosen Szenen, beide Mercedes landeten in der Auslaufzone, endete das Qualifying für den Grand Prix von Österreich. Nico Rosberg vergab dadurch laut eigenen Angaben eine riesige Chance auf die Pole-Position. Die holte Lewis Hamilton, der sich freute im entscheidenden Moment vor seinem bis dahin überlegenen Teamkollegen zu sein. Enttäuscht über den Abstand zu Mercedes zeigte sich der drittplatzierte Sebastian Vettel, dessen Teamkollege Kimi Räikkönen vom Team im Stich gelassen wurde.

Mit zwei kuriosen Szenen, beide Mercedes landeten in der Auslaufzone, endete das Qualifying für den vom Team im Stich gelassen wurde.

Der Finne schied bereits im Q1 aus, weil Ferrari schlampte. Er sollte im letzten Versuch drei Runden in Folge hinlegen. "Sie haben mich nur leider zu spät rausgeschickt", ärgerte sich der Finne. Räikkönen hatte es darauf angelegt in der dritten Runde, wenn die Reifen die optimale Temperatur hatten, seine schnelle Runde zu drehen. Doch bevor es dazu kam war die Zeit bereits abgelaufen. Somit muss der Weltmeister von 2007 von Platz 14 ins Rennen gehen.

Was drinnen gewesen wäre bewies sein Teamkollege. Trotz des Mercedes-Doppelpatzers fehlten dem Deutschen aber am Ende trotzdem über drei Zehntel auf die Pole. "Ich dachte nach den Trainings, wir können heute ein Wörtchen mitreden, aber leider waren die beiden zu schnell. Wir haben alles versucht", meinte Vettel und auch Rosberg zeigte sich überrascht: "Ich hätte mir Ferrari näher an uns dran erwartet."

Für Vettel wirkt es so "als könnten die Autos mit Mercedes-Motor im Qualifying immer noch ein wenig Leistung dazuschalten. Williams war viel näher dran als im Training." Passend zur leichten Ratlosigkeit in Rot lüftete Vettel das Geheimnis, welche Musik er hört bevor er ins Auto steigt. "Help von den Beatles", grinste er und fügte hinzu: "Und ich brauche Hilfe."

Hilfe benötigte Rosberg am Ende des Qualifyings als er im Kiesbett der letzten Kurve steckte. "Ich bin am Ende der vorletzten Kurve auf den Kunstrasenstreifen gekommen. Der war wahrscheinlich noch nass. Wenn es das nicht war, dann war ich schlicht zu schnell", erklärte der Vizeweltmeister. "Ich bin angefressen, denn ich war bis zu diesen zwei Kurven zeitgleich mit Lewis. Somit musste ich aufs Ganze gehen, weil es so knapp herging und habe es übertrieben."

Der Schlüssel zur 45. Hamilton-Pole war der zweite Sektor. Dort war der Brite in allen Trainings langsamer als Rosberg. "Ich war zuvor vielleicht ein wenig zu vorsichtig. Als es darauf ankam, habe ich es hinbekommen", freute sich Hamilton. Doch wie im Vorjahr drehte er sich, diesmal in der ersten Kurve. "Wir wissen noch nicht warum", so Hamilton. "Beim Verlangsamen blockierten plötzlich die Hinterräder, obwohl ich laut unseren Daten gleich stark gebremst habe wie in den Runden davor. Das ist seltsam, aber das werden wir sicher beheben."

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