"Dasselbe Schicksal"

Niedrigwasser legt zwei Kriegsschiffe in der Donau frei

Spektakuläre Aufnahmen zeigen nun zwei Kriegsschiffe auf der Donau bei Ardagger. Hobbyhistoriker Gerald Tagwerker erklärt in "Heute" die Hintergründe.
Erich Wessely
12.08.2026, 16:11
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Wegen der extrem niedrigen Pegelstände ragen bei Ardagger im Bezirk Amstetten zurzeit die Wracks von zwei Kriegsschiffen aus der Donau – die Aufnahmen beeindrucken.

Die ehemaligen deutschen Artilleriefährprahme wurden 1945 von US-amerikanischen Panzern beschossen. Aufgrund der Schäden mussten die Schiffe zunächst anlegen und wurden danach durch Sprengungen von der eigenen Mannschaft versenkt, Bergungsversuche schlugen fehl.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Mag. Gerald Tagwerker hatte sich vor fünf Jahren intensiv mit der Thematik auseinandergesetzt, erzählt der Hobby-Historiker im "Heute"-Gespräch. "Es hat ein paar Monate Recherche gebraucht."

Als Gastbeitrag ist Tagwerkers Recherche zu den Schiffswracks auch auf der Internetseite der viadonau zu finden. Hier heißt es zu den beiden Schiffen: "Nach den Tauchgängen und dem Auswerten der vorhandenen Quellen konnte die letzte Fahrt der Artilleriefährprahme AT 917 und AT 916 geklärt werden, die beide dasselbe Schicksal erlitten. Die Fahrt beider Schiffe begann am 6. Mai 1945 im Verband mit weiteren von Mauthausen nach Ybbs. Bei Ardagger wurden sie von sechs bis acht Panzer des Typs M24 "Chaffee", von zwei Aufklärungszügen der kompaniestarken South Patrol (41st Cavalry Reconnaissance Squadron/11. US-Panzerdivision) bekämpft, die entlang der Donau Richtung Grein vorgingen."

Letzte Kriegstage 1945 in Österreich

Und weiter: "Aufgrund der Schäden mussten die Schiffe zunächst anlegen und wurde danach durch Sprengungen von der eigenen Mannschaft versenkt. Dort liegen die Fährprahme noch heute (AT 917 bei Stromkilometer 2088,7/AT 916 bei Stromkilometer 2086) und zeugen damit von den Kampfhandlungen der letzten Kriegstage 1945 in Österreich. Der Verbleib der Oder ist bis heute ungeklärt. Angeblich wurde sie bei Wallsee versprengt und bei den Bauarbeiten für das dortige Donaukraftwerk in den 1960er-Jahren gehoben."

Über eventuell verbliebene Munitionsteile müsse man sich laut Ardaggers Bürgermeister Johannes Pressl keine Sorgen machen. Die Entschärfung der Schiffe sei bereits vor langer Zeit erfolgt.

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