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Niki Laudas Lebensretter doch noch am Leben

Am Dienstag wurde die Motorsport-Welt von der Todesmeldung des britischen Rennsportlers Guy Edwards erschüttert. Doch der 75-Jährige lebt noch.

Heute Redaktion
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    Im Alter von 70 Jahren verstarb Österreichs Motorsport-Ikone Niki Lauda im Mai 2019. 

Seine Karriere in Bildern: Bevor er seine große F1-Laufbahn begann, startete er in der Formel 3 und der Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen.
    Im Alter von 70 Jahren verstarb Österreichs Motorsport-Ikone Niki Lauda im Mai 2019. Seine Karriere in Bildern: Bevor er seine große F1-Laufbahn begann, startete er in der Formel 3 und der Formel 2, zusätzlich fuhr er Langstrecken-Rennen, um Geld für die Formel 1 zu verdienen.
    (Bild: picturedesk.com)

    Mehrere britische Fachmagazine hatten am Dienstag übereinstimmend berichtet, dass der britische Motorsportler Guy Edwards nach langer, schwerer Krankheit im 75. Lebensjahr verstorben sei. Doch dies entpuppte sich als Falschmeldung.

    Die Seite Autosport.com löste den Irrtum schließlich auf. Der 75-Jährige ist in Irland, mehrere Personen konnten bereits persönlich mit ihm sprechen. Das Fachmagazin und auch wir entschuldigen uns bei dem 75-Jährigen Lebensretter von Niki Lauda, seine Familie und seinen Freunden.

    Lebensretter von Niki Lauda

    Bekannt wurde der ehemalige Formel-1-Pilot, der ohne einen WM-Punkt blieb, als Lebensretter von Niki Lauda. Nach Laudas Feuer-Unfall beim Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring 1976 war Edwards als einer der ersten Helfer zur Stelle.

    Der österreichische Formel-1-Champion war in der legendären "Grünen Hölle" gegen die Leitplanken gekracht. Sein Ferrari hatte Feuer gefangen. Als der hinterherfahrende Brett Lunger in den brennenden Boliden krachte, wurde Laudas Helm weggeschleudert.

    Gemeinsam mit den Grand-Prix-Piloten Arturo Merzario, Harald Ertl und Brett Lunger hatte der Brite Lauda aus der Feuerhölle gezogen. Der Ferrari-Pilot hatte lebensgefährliche Verbrennungen im Gesicht, eine Lungenverätzung sowie Kiefer- und Rippenbrüche erlitten, kam unmittelbar ins Krankenhaus nach Mannheim.

    Nur sechs Wochen später gab Lauda im Kampf um die WM-Krone 1976 gegen James Hunt in Monza sein Comeback, wurde sensationell Vierter. Das WM-Finale in Fuji gab Lauda im strömenden Regen vorzeitig auf, verlor den Titel an den Briten. Die dramatischen Ereignisse rund um den Feuerunfall vom Nürburgring wurden im Film "Rush" festgehalten.

    Sohn bei Unfalldrama verstorben

    Zwischen 1974 und 1977 bestritt Edwards insgesamt elf Rennen für Hill, Hesketh und BRM. Für seine Tapferkeit war der Brite mit der Queen?s Gallantry Medal ausgezeichnet worden. Sein im Porsche Supercup erfolgreicher Sohn Sean kam 2013 bei einem Unfall in Australien ums Leben.

    (Heute Sport)

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