Pipeline-Anschlag

Nord-Stream-Taucher in Kroatien verhaftet

Ein ukrainischer Taucher, der 2022 Sprengstoff an den Nord-Stream-Pipelines angebracht haben soll, wurde jetzt in Kroatien festgenommen.
Newsdesk Heute
20.08.2026, 21:56
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Der ukrainische Taucher Vladimir Z. ist am Mittwoch in einem Hotel in Pula, Kroatien, auf der Grundlage eines Europäischen Haftbefehls festgenommen worden.

Er soll vor vier Jahren zusammen mit anderen Tauchern die Sprengsätze an den Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee angebracht haben.

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Ein Gericht in Pula hat nun Untersuchungshaft für den Mann angeordnet. Die Entscheidung wurde wegen Fluchtgefahr getroffen, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Vladimir Z. soll nach Deutschland ausgeliefert werden.

Die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe verdächtigt den Ukrainer dringend des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken.

Bereits einmal entkommen

Vladimir Z. war bereits vor einem Jahr in Polen festgenommen worden. Ein polnisches Gericht verweigerte allerdings seine Auslieferung nach Deutschland, woraufhin er zunächst wieder auf freien Fuß kam.

Die Nord-Stream-Leitungen waren für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden.

Bei den Anschlägen im September 2022 wurden sie schwer beschädigt. Zu dem Zeitpunkt waren sie bereits nicht mehr in Betrieb, nachdem Russland die Gaslieferungen kurz zuvor gestoppt hatte.

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