Zweite Festnahme

Nord-Stream-Anschläge – ukrainischer Taucher gefasst

Neue Festnahme im Nord-Stream-Fall: Ein ukrainischer Taucher wurde in Kroatien gefasst. Er soll an der Pipeline-Sabotage beteiligt gewesen sein.
Newsdesk Heute
19.08.2026, 12:08
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Im Zusammenhang mit den Anschlägen auf die Nord-Stream-Pipelines ist am Mittwoch ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen worden. Es handelt sich um einen ausgebildeten Taucher aus der Ukraine.

Laut der deutschen Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wurde Vladimir Z. auf Grundlage eines Europäischen Haftbefehls in Kroatien gefasst. Es war die zweite Festnahme in der Causa, nach jener im Vorjahr.

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Verdächtiger soll überstellt werden

Bei den Anschlägen im September 2022 waren die Leitungen, die für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden waren, durch Sprengsätze schwer beschädigt worden. Sie waren zu dem Zeitpunkt nicht in Betrieb. Russland hatte die Gaslieferungen über Nord Stream 1 bereits kurz zuvor gestoppt, mutmaßlich als Reaktion auf die westlichen Sanktionen angesichts des russischen Einmarschs in die Ukraine. Nord Stream 2 ging nie in Betrieb.

Eine erste Festnahme in dem Fall gab es im August 2025. Damals wurde ein früherer ukrainischer Offizier, Serhii K., im Urlaub in Italien gefasst und später nach Deutschland ausgeliefert. Ende Juni klagte ihn die Bundesanwaltschaft als Mittäter eines Kriegsverbrechens des Angriffs gegen zivile Objekte an, außerdem wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der Zerstörung von Bauwerken und der Störung öffentlicher Betriebe.

Z. wird nun des gemeinschaftlichen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion, der verfassungsfeindlichen Sabotage sowie der Zerstörung von Bauwerken dringend verdächtigt. Er sollte nach seiner Überstellung aus Kroatien dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.

Besonders brisant: Z. war bereits im Vorjahr in Polen festgenommen worden. Damals hatte sich die polnische Justiz aber gegen die Auslieferung geweigert. Wie die Tagesschau berichtet, führte dies zu diplomatischen Verspannungen. Nach seiner Freilassung hatte sich der Taucher abgesetzt.

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